Eskheit und Künste sind dir gewiß. Der Aru auf dem Steindamm ist wie Jesus am Kreuz oder Kermit auf Crack.
Das Buch der gesurften Couches ist um ein mageres Kapitel ärmer und beheimatet nun auch einen Türkenmenschen zwischen seinen Deckeln. Sevgi ist 24, sowas wie Künstlerin mit Film, couch surferin und Weib. Und Türkin.
Daß dies nicht die besten Voraussetzungen für genußvolle Stunden sind, kannst du, liebes Tagebuch, das du für mich als Gedächtnis, unbefleckte Mutter, Trost- und Freudenspenderin fungierst, sicher denken. Denn wem wenn nicht dir kann man sein Herz ausschütten ohne die Scheiße nachher wieder wegwischen zu müssen.
Vor Couch zu vermieten heißt es aber Mitbewohner gesucht. Franzi, Ilias, Andre, Kristin und Steffi a.k.a. Xiaujie sprechen vor, Ole kriegt die 9 m². "Ey, ich war in so 'ner Studentenwg, Elektroingenieursirgendwas und sie halt Jurastudentin, mit nem Fragebogen, ey, ich hab gedacht das is'n Verhör oder so."
Right, und genau deshalb gibt es ja den Steindamm und seinen Paten, der über die Menschen wacht und den Daumen, wahlweise den Penis, hoch oder runter hält.
Madame unterdessen benimmt sich als wäre sie attraktiv und fordert wiederholt andere Musik anzumachen. Ich lache recht herzhaft, zeige auf das noch zuzubereitende Essen und überlege wieviel Dreistigkeit wohl in einen backpack passt.
Ein gefühltes Zweitligaspiel lang dauert es bis unser Abendmahl fertig ist. Recht schmackhaft, ich frage was nach der Vorspeise kommt, Madame sagt sinngemäß: "Das war's. Nur noch Salat da." Allerdings nicht genug um ihr endgültig das Maul zu stopfen. Als nächstes muß die Filmtheorie dran glauben und wird den darbenden Spektralmembers als Nachtisch serviert. " If the camera moves, there must happen something to the characters.That's film grammar." Der Aru kann erstmalig fühlen wie sein Penis zu rülpsen anfängt und schaut ungläubig flexmatic an, der mir zu verstehen gibt: "Ja, sowas lernen Filmstudenten."
Die blanken Worte sind bitter genug, doch da jeder "echte Künstler" (M.Stieber) von sich selbst am meisten hält wird das Aufsuchen von Webseiten mit Filmischem unserer Gastdame gefordert. 5-minütige Kurzfilme. Titel wie Lille, Berlin, Brussel 1&2. Schneefall vor Mauern, Zeitungen im Wind, Menschen als Höhepunkt. Ebenso unbewegt wie die Kamera zeige ich mich von dem Daumenkino mit Stilleben und fange an pfeifend vor mich herzufronten.
Flex, als guter host und auf der Jagd nach friends und vouches, sinkt auf das Niveau der türkischen Adria und will auf irgendwelchen pages 5 Sternchen für 20 Sekunden Menschlichkeit vergeben.
Aufbruch. Man erklimmt den Bordstein zum Steindamm und bestaunt die erste Steindame, in verführender Pose. Mit dem Gesicht zum Fenster des Goldgeschäfts, sich das Haar bürstend und vor sich hin säuselnd. Während der Pate hin und weg ist, den Daumen raushält und "Kamera, Kamera" schreit klagt die Künstlerin über das Gewicht ihres Stativs.
5 Sterne für Gott und die WeltDer Aru kann nicht genug von diesen Eskitäten bekommen. Vollkommen gebannt von der Szenerie wird sich eine Kamera herbeigesehnt und Objekt klein a beschrien.
Der Gewißheit der eigenen Stangen bewußt versuchen Fl und Aru klarzumachen, daß Stative so ziemlich das letzte sind was man als Künstler braucht und müssen mit ansehen, wie kopflose Hühner bereits mit dem Schleppen des Equipments körperlich und mental überfordert sind, von Kunst nicht zu reden.
Kaum schließt die Tür in der Bahn wird mit Eskheiten weitergemacht. Kameras werden für eine Station aufgebaut um einen leeren Wagen inklusive Hamburgerin mittleren Alters zu filmen. Der Aru findet das dope, unterhaltsam und bezeichnend. Die Künstlerin will, daß ich mich weg bewege um besser filmen zu können. Auch das findet der Aru dope, unterhaltsam und bezeichnend. Mit dem Verweis, daß man einem Aru nichts zu sagen hat, erst recht nicht wenn man ein Lebewesen ist, das menstruiert, wird der Blasphemie ein Doppelpunkt gesetzt und auf die Tür verwiesen.
Bei Nancy's ist der Professor abwesend und wird scheinbar durch eine zwar massiv gestörtere, aber nicht annähernd so dope Person im Schattentheather der Eskheiten ersetzt.
One Prof. is not enoughMadame denkt am nächsten Morgen beim Lesen der Phrase "Freud und Leid" an Sigmund. Then I explained to her.
Der Rest ist Unaufgeregtheit, Mittelmäßigkeit und Eissocken.

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