Donnerstag, 18. September 2008

there was the light and one moment later there was spe

Salam aleikum, dopes Tagebuch,

der Aru wollte die Böcki hinter sich lassen und hat sie jetzt doch täglich vor der Nase. Fl wähnt sich in Sicherheit und verdrängt noch, daß die Geister der Whackness auch vor 280 Treppen nicht zurückschrecken.

Jetzt, da du auferstanden aus Vitrinen wieder im Rotlicht deiner Umgebung blühst ist es Zeit für ein meditatives Resumee der letzten Wochen in Form eines gigantomanischen Überposts.

Sigita

Da es aus unerklärlichen Gründen keinen Mitschnitt der nächtlichen Umzugsaktionen quer über den Steindamm gibt seien hier nur groteske Szenerien angedeutet. Das bekannteste der Steindammfrüchte ist erwiesenermaßen das Phallobst, und so jongliert der Aru neben Büchertaschen, Plattenkisten und Hifi-Boxen auch seine 2 Meter hohe Standleuchte zu nächtlicher Stunde vorbei an U-Bahnschächten und Hähnchendöner.
Die Bettwäsche wurde freundlicherweise von unserem litauischen Umzugsdienst gebracht, als Entgelt eine warme Dusche gewährt und von den Früchten des Steindamms naschen gelassen. Die junge Frau aus Vilnius ist Künstlerin, studiert Architektur und hat sich durch Bändeleien mit Antonio Filippone und Kampftrinken mit litauischen Punks für das spektrale Tête-à-tête qualifiziert.

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Als der Aru am next morning den Steindamm rauf und runter marschiert auf der Suche nach Eiern und Brot, kommt ihm F to da Bone mit Sigita händchenhaltend entgegen als hätte er den ersten Preis beim Flaschendrehen gewonnen.


Die Tour durch Hamburg hält so einiges für unsere Surferin parat, doch nur die Bekanntschaft mit Professor vermag sich tief ins Gedächtnis zu brennen. Deutsche Adler Siswanto imponieren einmal mehr und üben nachhaltige Faszination auf die junge Artistin aus dem mittelfernen Osten aus.

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Marija

An Mangel an Nachschub frischen Gemüses aus Gebieten östlich der Oder können sich weder FL noch der Herr Schan beschweren und so geben CouchSurferinnen Hospitalitymemberinnen die Klinke in die Hand und die Schlüssel für den Steindamm 101 gleich mit. Die nächste Couch Dekoration aus der Ukraine kommt diesmal im Gewand eines Mauerblümchens und fragt beim Gang über den Steindamm verschreckt, warum sich die Bitchez auf die Straße stellen. Eine gute Frage, denkt der Aru und zieht die Hose hoch.
Als ich ihr zu abendlicher Stunde sage, c'mon, Jazz, Reeperbahn, Herbertstraße, wird um Aufschub gebeten: "Oh, warte, ich muß mich noch hübsch machen. Wenn ich hitchhike darf ich nicht weiblich aussehen, jetzt möchte ich es aber." Aha, denkt sich der Aru und betrachtet gespannt die Metamorphose der Vogelscheuche zum Fasan. Im schwarzen Abendkleid dann über den Steindamm und die Frage nach der Prostitution neu gestellt. Die Suppe kommt aus der Türkenküche, der Wein von der Tanke und die Themen aus heiterem Himmel. "My last host could speak russian, we spoke the hole night, we just spoke and spoke, it was so wonderful."
Der Aru lenkt das Gespräch auf die Reeperbahn und beobachtet fasziniert des Couchhäschens interessierte Blicke. Nach einer kompletten Runde offenbart man dem Gaste die Möglichkeiten: Sexbar, Disco, Pub, Kneipe, Club. "I'd like to make one more round over the Reeperbahn."
Marijas Kommentar zu der sich ihr darbietenden Welt aus Kotze, Urin, Bier, Gestammel und Gelalle: "Beautiful dogs." Der Aru denkt "esk" und legt sich gedanklich schlafen während Madame von brasilianischen Trommelklängen in ihren Bann gezogen wird. "This music is like hypnose for me. I feel it, although i cannot shake my ... ass like these brasilian women there."

Liliana

Nach so viel Östlichkeiten dann wieder Zeit für ein bisschen Latinaflavor, der sich im Deutschlandkostüm Zutritt zur Dopeness erhofft.

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Nach zwei Flaschen Wein aber Entwarnung, die junge Frau (29) aus Mexiko lebt zur Zeit in der Schwiz, verachtet die Eidgenossen und haßt die Deutschen. Zur Belohnung darf die Geophysikstudentin in des Arus Bettchen kuscheln, der Schwanz wird allerdings vorenthalten und statt das Weiße vom Hai gibt's das Grüne vom Hulk.

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Schwäbisch Gmünd
Die Verletzung des Vorsatzes nie Telefongespräche auf dem Klo anzunehmen wird aufs bitterste bestraft. In der einen Hand das Klopapier, in der anderen das Handy fühlt sich der Aru überrumpelt und überfordert und sagt vor lauter Verlegenheit zu zwei schwäbische Landeier aufzunehmen nur um sich dann endlich in Ruhe den Arsch abwischen zu können.
Das Telefonat hatte nicht zuviel versprochen, Menschen erwarten den Aru bereits im Schatten ihrer backpacks und erweisen sich als ... echte Gmünder. Hochesk alleine der Versuch in vier verschiedenen Lokalen des Steindamms Falafel zu bestellen, um letztlich zu kapitulieren und auf vegetarischen Döner umzuschwenken. Endlich wieder MultiKulti auf dem Steindamm, der soetwas bis dato nur von "Bauer sucht Frau" kannte. Meiner hatte seine schon gefunden und soeben nach Hamburg entführt. Wenigstens Hans Albers kann etwas Wertschätzung erfahren auf der nächtlichen Kneipentour durch St. Georg, die sich auf das hocheske "Roxa" beschränkt, in dem unsere schwäbischen Sparschweine sich das Geld für 2 Bier aus dem Rachen würgen. In der zweiten Nacht wird von den beiden Abenteuerkids das Chaoscamp dem Steindamm vorgezogen. Suum cuique.

"Ach so"

Zu sehr später Stunde wird die Böcki entleert und ganze Bibliotheken aus dem darkroom ins Nebenzimmer und Treppenhaus verschoben. Beim nächtlichen Toilettengang lockt der Lichtschein und die offene Eingangstür die verwunderte mamacita an, die nach dem Schließen der Tür die Frage stellt, was ich da mache. Auf dem Tisch stehend mit einer Bücherkiste auf den Armen fällt die Antwort nicht schwer: "Umziehen."

"Um diese Uhrzeit?"

"Tagsüber muß ich arbeiten."


"Du musst Bescheid sagen."


"Wem?"

"Mir."

"Du hast mir gekündigt."

"Ach so."

Unvergessen ebenso die rührenden Wort Janicelias bei der Schlüsselübergabe. "Das tut mir leid, daß ich kündigen musste, aber für mich das ging nicht mit diesen vielen Leuten." Der Aru blickt erst auf den Böcki-Boden und dann in große Mamaaugen um die nächste Fuhre Buchstaben abzufassen: "Ich weiß, junge Männer brauchen ihren Spaß, aber das ging hier nicht." Des Arus Blicke wandern Richtung Dachboden. Und dann der Satz, der inzwischen gerahmt im Steindamm hängt. "Ich kann nicht sagen, daß du bist schlechte Mensch." Aha, denkt sich der Aru, mit dieser line werde ich künftig meine Bewerbungsschreiben signieren.

Was die Böcki uns durch ihre Östrogenflut vorenthalten hat wird dem Aru nun Monate später beim wahllosen Internetsurfen vor Augen geführt.




Whackxploitation

Man reckt die Schwänze und läßt zum Spektralwochenende blasen. Als Bühnendeko werden drei abiturierende Couchsurferinnen aus dem ominösen Bielefeld in den Steindamm verladen. Einzig und allein Tomasi tauscht den Keuschheitsgürtel gegen ein Wieseltrikot und wird sich vor Gott allein zu verantworten haben.

Die Begrüßungsmoves des Rußlandrückkehrers zusammengefaßt in einer lambertschen sms: "Flex' Jacke ist grad auf dem Fensterbrett der Nachbarn unter euch gelandet, brrz sei dank.We're in town."
Und während noch nichts Böses ahnend anzügliche Witzeleien über das ungleiche Geschlechterverhältnis gemacht werden ("Dann müssen wir halt losen und einer hat den kürzeren."), nehmen interkulturelle Verwerfungen ihren Lauf. Die legendäre Couchsurfing Matratze in der Mitte des Raumes geringschätzend starren Menschen aus dem Niemandsland der Republik entsetzt auf des Aru Esktop. Ausschalten wird gefordert und Lachen geerntet.
Dr. Werner Lambert hält eine Privatvorlesung mit dem Titel "Vom Baumarkt in den Mainstream-Popkultur im 3.Jahrtausend n.C.". Während Fl und der armenische Großfürst sich vor Lachen die Bierbäuche halten und um Pausen zum Luftholen bitten, hockt der Mädchenclan auf der Matte als wäre der Steindamm eine Sandkiste und die größte Geschichte seit der Menschheitsgeschichte ein Mövenschiß.

Brrz folgt der Dreierbande bis vor die Klotür um davor durch das Fenster zu spannern, Dr.Werner gibt eine Zusatzvorlesung mit dem Titel "KKS-King of Rap-Wenn du glaubst was du siehst sieh mich an und sag: S, du bist dope, wir sind weak." und Fl seligt den dreckigen Steindammboden standesgemäß mit Wein aus dem Penny Markt. Unsere Gäste greifen häufiger zum Handy als ich in die Nußschale und verziehen sich nach Entdeckung der spektralen Pornosammlung samt oben aufliegendem armenischem Dolch zum Krisengespräch in die 2m²-Küche, wie mir erst nach Wochen der Ahnungslosigkeit vom Doc persönlich unterbreitet wurde.

Erklärend hätte ich beschwichtigt, daß diese Insignie gelebter Brutalität doch nur für Türkenhälse bestimmt ist. Nicht ohne hinzuzufügen, daß der gebildete Mensch des 21.Jahrhunderts dies bereits weiß, sofern er das Rußlandtagebuch gelesen hat.

Menschen hingegen drängen aus der Küche, sammeln ihre Sachen, die von Brrz, dem Charmeur, bereits von der inzwischen zusammengerollten Matratze gefegt wurden und stürmen mit Worten wie "Indie party" und "Schlafen bei Freunden" aus der 101. Staunend betrachtet Spektral die Flucht vor sich selbst und deutet die Zeichen der Zeit als Intro für die erste Steindamm freestyle session. Flex killt das dritte Weinglas in vier Wochen und bekommt seine Flüssignahrung jetzt nur noch im BayernMünchenBecher serviert.

Beim groß angekündigten Blaxploitationfunk im Hafenklang ist der Schirm das einzig Schwarze und die Luft nach ein paar esken Regentänzen von Dr.Werner raus.

Bye Bye Böcki

Der Tag der Tage klingelt uns aus dem Schlaf. Es heißt der Böcki ein letztes Mal auf die Stufen zu spucken und die Habseligkeiten in sichereren Gefilden zu verstauen. Hertz Trucks sind unsere peops for da day.

breaker, breaker, one nine, spe on their way.


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Wie der Aru bereits andeudete brauchte der Umzug der spektralen Urgesteine sich keinesfalls hinter bekannten Zeremonien wie der zu Unrecht gehypten aus Rio de Janeiro verstecken.



Der Truck ist geparkt, der Sack gepackt und die Crew bereit für Unternehmungen. Die versammelte Mannschaft steht im Raum und beobachtet FeliXXL beim Fernsehkabel stöpseln und Fernbedienungen einsammeln. Eine von Gentleman Flex zum Kisten, Tüten und Schränke schleppen herbeigebetene Kommilitonin sollte sich später zu der Aussage "Abzüge in der B-Note fürs Packen" verleiten lassen. Die Vorzüge des Gebrauchs von Balkantüten für den Transport von Mediatheken scheinen sich noch nicht bis in Hamburger Szeneviertel herumgesprochen zu haben. Alle Trendsetter haben's schwer.

Image Hosted by ImageShack.us Wer trägt die Kunst zu Grabe? Es ist die Mode

Dr. Werner muß die Fahrt in die Buddhisten-Wg im dunklen Kofferraum des Umzugsmobils verbringen. Diese führt uns zweimal durch die Hamburger Innenstadt und letztlich auf Abwege, die für spektrale Umzüge seit eh und je eingeplant sind. Schlagartig wähnt sich SPE in einer menschenverlassenen Gegend, in der die Maschinen die Herrschaft übernommen zu haben scheinen und organischer Materie den Kampf ansagen. Spe vermerkt den Spot für den Fall des Scheitern der Pläne

1) BuddhistenWG

2) Steindamm

3) Spektralinsel

und macht sich erneut ohne Kompaß auf den Weg Richtung Altona. In dortigen Domizilen eröffnen in Orange gekleidete Mönche die Türen und das Tor zu einer anderen Welt.
Felix' neue Studentenfamilie besteht aus zwei weiteren männlichen Mitbewohnern und drei Weibern, von denen eines am Tag des Flexschen Einzugs gecastet wurde.
Spe kann für so etwas nicht mehr als nötig übrig haben und erhofft sich Erholung im Stadion. Blaze befürchtet einen Renault Twingo beim Einparken touchiert zu haben, Marcusbillion und Aru meinen es gibt für Brudermord auch nicht mehr als für normalen. Die Mittagspause verschlägt uns ins St.Pauli Fanlokal, ein paar Würste, Biere und Tore später wird der Weg in die Böcki angetreten um dem endgültigen Ende näherzukommen.


Image Hosted by ImageShack.us "Beulen sind klausisch, aber Twingo, das geht ans Herz"

Das Feierabendbier war ein paar Stunden verfrüht, stellt Spektral beim Kistenschleppen unisono fest. Der Anblick der leeren Böcki sorgt für Erleichterung, den Kram die Treppen rauf klappt nur mit Gottes Hilfe und Buddhas Atem.

Image Hosted by ImageShack.us Ein Gefühl wie pissen nach einem Marathon

Spektral beglückwünscht sich zum Feierabend und verabschiedet Marcusbillion nach Berlin. 'Jetzt noch schnell des Arus neuen Kühlschrank eingepackt und dann die wohlverdiente Ruhepause.'

Dachte man.

Das Monstrum von Kühlschrank, an das eine halbe Einbauküche angeschraubt ist, wirft weite Schatten und kostet die erschöpften Krieger Schweiß und Nerven ungeahnten Ausmaßes. Die ukrainische Familie bedankt sich für die 20 Euro und kann jetzt das Kind schlafen legen. Gleiches will Spe seit Stunden tun. Im Treppenhaus wird's romantisch. Nur Blaze, Aru, Flex und der Kühlturm. Wir spielen Tetris in Großformat und sägen nicht passende Teile ab.

Vor der Tür zur Straße wartet ein alteingesessener Steindammianer und weist uns beim Verladen der restlichen Kisten darauf hin, daß es in besagter Wohnung in letzter Zeit recht viel Bewegung gab und es niemand dort lange aushielt.

Flex und Aru ignorieren die Boten der Finsternis und schreiben beruhigt in ihre Bücher: Domum habemus.

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