Samstag, 15. November 2008

Schokoschnuten & Katzenzungen

Dopes Tagebuch,

was ein Steindamm in 48 Stunden so alles erleben kann ist schon bemerkenswert.

Freitag 21:30. Blaze & Strange klingeln an der Tür. Im Gepäck ein Spiegel, ein Kostüm und die Königskrone.
Das Blitzlicht des Fotoshootings erhellt den Steindamm und Beef zum Frühstück erhält das front cover, das ihm gebührt. Die Pornos im Hintergrund (Lakritzschnecken, Geschenk von 190bpm) untermalen in bewährter Spektralmanier das Ambiente. King Blaze wird dem später hinzugeeilten Couchmaster Flex erklären, es laufe grad visuelle Konzeptkunst namens "Schokoschnuten, oder so".


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Fl schaltet sich per mobile phone dazu. Der Plan den Professor in der Jazzgalerie abzufangen wird fallengelassen und statt dessen die Suche nach einem Blaze Girl forciert.
"Flex, bring mal irgendne Fotze mit, wir brauchen noch ein Blaze Girl zum an die Leine legen."
Schlechte Nachrichten aus dem Harkortstieg. "Die Fotzen sind ausgestorben."
Entwicklungen nehmen ihren Lauf und zwingen die vier Mann Cru zur ultima ratio. Juraparty Audimax. Man will King Blaze davon überzeugen, im Königsgewand auf die Jagd nach Hurensöhnen und Hurentöchtern zu gehen. Der König dankt ab. Überredungen schlagen fehl. "Blaze, wir bauen dir auch ne Sänfte und tragen dich dahin." No way, für die Jagd wird die Blue Jeans in Marine angelegt und die Krone in der Sporttasche verpackt.

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Die nächtliche Bahnfahrt sorgt bereits für Unbehagen und läßt im Aru Zweifel aufsteigen, ob die vier headz tatsächlich ihren Ekel überwinden und die Hurensohnparty entern. Zweifel berechtigt, eine millionenfach gewachsene und evolutionär berechtigte Emotion legt man nicht so schnell ab wie ein Königskostüm.


Dolle Ecke



Blaze und Flex passieren im Stechschritt das Festival der Wackness und flüchten sich ins Hafenklang. Strange und Aru können sich dafür nicht recht motivieren und ziehen die heimische Matratze vor.
An der Wohnungstür unliebsame Überraschungen. "Ich kann den Schlüssel nicht umdrehen."
Das Unerklärliche wird auch nach einer halben Stunder der Perplexion nicht fassbarer. Man schlendert konsterniert und zutiefst entsetzt über den Steindamm, die Hotels (Kieler Hof, Bremer Hof, Lübecker Hof) laden mit ihren 33 Euro für 6 Stunden Schlaf nicht gerade ein, Aru stottert im fünften Anlauf Flex' Nummer aus dem Gedächtnis zusammen und kündigt an, daß das Hafenklang diese Nacht doch noch prominenten Zuwachs erhalten sollte.


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Nach einer Ladung Grassroots, Lootpack und Saxophon zum Anfassen Uhrenvergleich. Die Zeiger stehen auf Heimweg und SPE stolpert über feinen Bäckerduft morgens um 5.

Image Hosted by ImageShack.us "Besten Croissants in ganz Hamburg"

Flex steigt hinab in die Schatzkiste und kommt nach einer halben Stunde wieder mit einer Bierpalette frischer Croissants hervor. Des Arus Blase drückt und nötigt ihn zu proletenhaften Auftritten an jung gepflanzten Bäumchen und Blaze & Flex spielen Katz und Kater.


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In der Buddhistenküche laufen Präparationen und die dampfenden Croissants wollen mehr getunkt und überlaufen als geschmiert werden.
"Er hat nicht gesagt, die besten Croissants aus ganz Altona, er hat gesagt aus ganz Hamburg."

Image Hosted by ImageShack.us von Raven

Blaze und Strange erleiden ihren Jetlag, da in Rinteln die Uhren anders zu gehen scheinen, und verabschieden sich fürs Erste. Auch für Flex rückt die Stunde der Wahrheit immer näher.

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Die altbewährte Küchenrunde fördert Erstaunliches zu Tage. Das Philosphische KZ verschmerzt den Abgang von King Blaze ("Wir brauchen keine Wissenschaft, nur n dicken beat, der kracht") und Strange ("in da hood") und macht es sich bequem um acht Uhr morgens.
Das Abschaumpaar Sarah Connor und Diego eröffnet die Runde und wirft Fragen auf, die man am liebsten nicht beantworten möchte.
Was relativ harmlos beginnt ("Werder Bremen sinkt grade unglaublich herab in der Gunst der Menschheit") wird zum Spielfeld für Fouls und Faltentiere.
Psychopathia sexualis, oi oi oi. Freud im Cypher. Die Welt als Pimmel und Vorstellung.
Fl erwähnt seine ungefickte und unfaßbar dumme Mitbewohnerin (München), die sich gewissermaßen vor Unbefriedigung auf dem Boden wälzt und allem was Schwanz und Namen hat anbietet. "Wenn Frauen so wahnsinnig läufig sind, find ich das absolut ekelhaft. Wenn die so feucht sind, assoziier ich das irgendwie mit Blut. Da denk ich mir: Die blutet aus der Fotze."

Drei Stunden Dirty Talk, in sich konsistent. Der Rote Faden-ein vollgebluteter Tampon.
"Ich liebe ja Titten und geh mit Titten hart ins Gericht. Die Titten verwöhn' is die halbe Miete. Schreib das in den blog."
Der Aru überlegt ob Fl als Kind in einen Topf mit Zaubertrank (grün, klebrig, schmackhaft) gefallen sein kann und greift sich rosafarbene Notizzettel.
"Wenn du ne blonde bitch hast, die ihren Arsch an deinem Penis reibt, dann wird er halt hart."
"Der Arbeitsbegriff wird verblendet verwendet."
"2003 war ich noch nicht der Mensch, der die Initiative ergriffen hat, wenn ne Frau ihren Arsch vor seinem Penis in Position gebracht hat."
Der Aru muß kacken und der Toilettengang markiert die Zäsur. Halbzeit.
Der zweite Teil der Confessiones ist nicht weniger ill und ganz im Sinne Jerry Tilitz' ("and the best is yet to come.").
Flex erzählt von Theologiestudentinnen, die nach 5 Gesprächsminuten gefickt werden wollten und erinnert bizarre Szenen. "Dann hat sie sich auf meinen Schwanz gestürzt und ihn geblasen. Ich war so perplex, daß ich ihr sofort ins Gesicht gespritzt hab. Ich hatte dann auch das ganze Sperma aufm Bauch. In dem Moment ruft mich Faber an und erzählt mir, daß er mich im Kicker Tippspiel besiegt hat. Und dann hab ich 10 Minuten mit Faber telefoniert, während sie sich mit ihren Haaren in mein Sperma gelegt hat. Ich hab nur gedacht: 'Hä, was macht die'n da?' Dann wollte sie noch gefickt werden, aber ich hab gesagt, nö wieso, ich hab doch schon abgespritzt. Dann hab ich ihr noch die Kondome da gelassen als Pfand und dann bin ich gegangen."
Nach einigen Momenten des Innehaltens (Flex) und des Bauchhaltens (Aru) dann der Satz: "Scheiße, die hätte ich zu ner richtig schönen Sexsklavin machen können."
Zum Abschluß läßt Fl den geneigten Steindammleser mitträumen.
"Lebensziel: Bester Freund werden mit einem geilen lesbischen Pärchen und dann den Schwanz auspacken."
Die Eieruhr zeigt 10:30, Flex Resümee vorm zu Bett gehen: "Jetzt hab ich aber Bock auf Sexsklavinnen."
Aru äußert Bedauern und Beschämen, daß der philosophische Küchentalk im Harkortstieg des Lebens es noch nicht ins deutsche Frühstücksfernsehen geschafft hat.
Flex' letzte Punchline für die nächsten acht Stunden: "Ach, dieses deutsche Volk, das müsste schon mal richtig durchgefickt werden."


Junge Adler und alte Kätzchen

Blaze, Strange und Aru bequemen sich nach dem Aufstehen am späten Nachmittag in die Bahn und versuchen in den des nachts noch verschlossenen Steindamm zu gelangen. Wie von Zauberhand paßt diesmal der Schlüssel und tut das, wofür er gezeugt wurde. Gedreht werden.
Oles Erklärung dafür, daß er nachts den Schlüssel stecken ließ und damit die Schwelle zur Tür unpassierbar machte: "Ich war komabreit."
Die Cru bringt das Mic in Stellung, Bernd das Brot wird durch den Remixwolf gedreht und gespittet wie nichts gutes.

Image Hosted by ImageShack.us "Alle Hände hoch"

Blaze Fire Rhymes zuviel für des Arus betagten Mixer. Der Mic-Eingang wird eingedrückt und Mastermind Aru versucht die Situation den Mcs zu erklären: "Die Fotze ist explodiert."

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Der Rauch verzieht sich, Fassungslosigkeit füllt den Raum. Die beiden Rapper sind geschockt, die Schokoschnuten traurig.

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Blaze tauscht das Mic gegen die Fußballschuhe und erliegt den Verlockungen der runden Pille.
Doch der Steindamm never sleeps und Flex füllt die Lücke der beiden Mic Crusher wenig später ehrenvoll aus. Durstige Mäuler entdecken in der Wüste Fläschchen bislang unbekannten Inhalts.

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Zwei geschenkte Proseccoflaschen die einzige Wasserquelle im Land der heißen Triebe. In Anbetracht des Abendprogramms (Nazi-Propagandafilme aus den 40ern im Metropolis) ist für Flex die Sache klar: "Darauf kann man schon mal mit ner Flasche Prosecco anstoßen."

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Die ersten Blubberblasen des eingeschenkten Pißwassers haben noch nicht die Oberfläche erreicht als der Aru einen flexischen Salto Mortale in der Küche vernehmen kann. "Eeeeeeeesssssskkk!!!!!"

"41-jährige brasilianische VIP-Flugbegleiterinnen wollen 'meine Couch' surfen."

Image Hosted by ImageShack.us "Orange Urlaub"

Der Aru überlegt sich ob Hurensohngesöff in Spektralgehirnen perverse Halluzinationen evozieren kann und begräbt sein Gesicht in den Händen. Wir lassen den Teufelsdrink stehen und stellen zur Beschwörung eine Flasche Pfeffi daneben.
Das Metropolis rollt den roten Teppich aus und gibt zu verstehen, daß der Steindamm jederzeit in der Lage ist ungeahnte Tiefen zu offenbaren. "Schon esk, daß diese ganzen Rentner aus ihrem Ohlsdorf auf den Steindamm fahren müssen um mal wieder Nazifilme kucken zu können." Der Aru vergißt wie immer in solchen Situationen Kugelschreiber und Diktiergerät: "Das wird Gehirnjogging." Flex Gedanken eilen der Gegenwart voraus und beschreiben das nahende Un-Heil. "Wenn die Uschi morgen um 11:00 fliegt, dann muß die um 8:oo aufstehen, wenn meine ganzen Mitbewohner zur Uni gehen. Das wird groß, dafür muß ich dann morgen mal um 8:00 aufstehen um mir das anzukucken."
Flexstradamus hat wiederholt aufmerksam sein Horoskop gelesen. "Egal was passiert, das beste ist, daß die morgen um 8:00 ausm Haus is."

Bizarre Cinema dann auf und vor der Leinwand. Vorbehaltsfilme erfordern eine erläuternde Einführung und eine anschließende Diskussion. Damals vierzehnjährige Hauptdarsteller reichen die Rhymez nach, die nicht mehr auf die Filmrolle gepaßt haben. "Im Bunker kriegt jeder Gefühle."
Große Kommentare zu "Junge Adler", einem propagandistischem Unterhaltungsfilm mit Belehrungsfunktion. "Ja, wenn die Lehrlinge die Produktion übernehmen, dann kann das ja nichts werden mit dem Endsieg." Word, Spe zeigt sich geburnt und erhält Anrufe vom Taxifahrer unserer VIP-Surferin.
Beim Verlassen des Wagens sieht man erst einen Stiefel auf dem Gehweg und dann lange nichts. Menschen begrüßen ihre Hosts und geben den Takt vor. "Hast du eine warme Couch? Enttäusch mich nicht..."
Der Prosecco steht nach wie vor auf dem Tisch, zeichnet die 101 als Showbar mit Varieté für Eskheiten aus und macht die Mäuler wäßrig. Menschen versuchen sich bereits beim Stiefelausziehen an "armenische Edelmenschen" zu schmeißen und halten sich verzweifelt an Flex' Koteletten fest. Nach kurzer Filmkritik zum neuen JamesBondFilm ("Nur noch BangBangBang, keine Technik, kein Sex") der Flugschlampe, die normalerweise Elton John und George Michael begleitet, werden Arme getätschelt, Haare gestreichelt und Bäuche abgetastet. Der Aru geht vorsichtshalber den Schwanz waschen und läßt Fl mit seinem Schocksal allein.

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Mit dem Proseccoglas in der Hand wird ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit gehalten. Der Aru kann nicht viel mehr als esk ins Portugiesische übersetzen und sehnsüchtig auf die Pfeffiflache zu schielen.
Madame überwindet nach viel zureden die Fotze in der Bitch und genießt ihren ersten Peffi des Lebens.
Während der Toilettenpause wird hart gefeilscht auf dem Basar. Flex versucht mir seine Surferin unterzuschieben, der Aru lehnt dankend ab und wünscht Fl viel Kraft für die Nacht. "Was soll ich denn mit der machen? Die frißt mir doch den Schwanz auf."
Dem Aru reichen bereits Verabschiedungen, bei denen durchs Haar gefahren und über die Wangen geleckt wird. Als Gastgeschenk erhalte ich einen Vivil Tropenfruchtbonbon unter der Bedingung ihn nicht ins Billy Boy Kondom zu stecken.


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Der Aru macht sich noch am nächsten Tag Sorgen und denkt beunruhigt an die konsumierten ILSA-Filme. Abends dann die Erlösung in Form flexonischer mails.


also erstmal soll ich von madame darauf hinweisen, dass ich "deinem freund erzähle, dass wir nicht miteinander geschlafen haben!". das ist aber nicht nur ihr wichtig, sondern auch mir. mehr kann mamacita II allerdings auch gar nicht an positivem mitnehmen aus der nacht, hat sie doch mit allen erdenklichen mitteln versucht fls hulky herauszukitzeln. wirklich esk. nachdem sie mir noch was zu essen gekauft hat wollte sie unbedingt noch wein trinken ("wo ist der wein?" - mehrmals). nachdem ich in der kurzen toilettenpause ihrerseits die chance ergriff und mich schlafend stellte, meinte sie mich aufwecken zu müssen um mir ihren fast nackten körper zu präsentieren. string tanga und knappes top. mehr war da nicht. schaute man sich so an ihrem körper hoch ging die reaktion von wohlwollen ja aber schnell über zu kotwollen. also einfach weggedreht. die letzten versuche dann bei lichtaus. "mir ist so kalt hier allein", "du hast aber ein großes bett, da kannst du bestimmt toll drin schlafen.", "ich habe angst im dunkeln und komme irgendwann rüber zu dir damit du mich aufs klo bringst.". folgedessen konnte ich kaum pennen, weil mich angstträume von antilopesken übergriffen verfolgten. alle 2 stunden war ich für ne stunde wach. glaube allerdings auch, dass der ekel-sekt daran nicht unschuldig ist.

heute früh dann betete ich zu gott, dass meine mitbewohner weg seien / sie nicht sehen würden. waren alle da, damn, gottverdamn it dachte ich. einer hat sie auch gesehen glaube ich, spannend bliebt natürlich wer. hab ihr dann den badbesuch verboten, schnell nen taxi gerufen und sie schleichend zur tür gebracht. draußen noch einen besito + "wir telefonieren" eingeheimst und weg war sie. alter war ich froh. alter hab ich mich geschämt. oh mann oh mann....


Die Gefahr scheint gebannt, der Schwanz in Sicherheit und die Dämonen in die Flucht geschlagen. Doch Vorsicht, Flex: Katzen haben bekanntlich sieben Leben...

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Freitag, 7. November 2008

Pumeister

Dopes Tagebuch,

meine Matratze hat eine kleine Geschichte zu erzählen und die geht so:

Nach den Turbulenzen und Exzessen der letzten Wochen (Bitchtiere, Lesbinnen, Jungfrauen, Couch Babies) schreit des Arus Schlafunterlage nach Auszeiten und Rekonvaleszenz. Nichts scheint geeigneter als die Aufnahme zweier unscheinbar anmutender Jungsurfer, dem Maly und der Coco.
Telefonate zu später Stunde sind die Vorboten der sich anbahnenden Eskheiten, No-no-Wörter wie Servus und Gell sorgen für flashbacks und bewirken, daß dem Aru die Pfeffermühle in die Pfanne fällt.
Die Abendrunde wird bestimmt von Bratkartoffeln und chinesischer Medizin. Der Maly berichtet von Akupunkturkursen, für die er jeden Monat nach Hamburg pilgert. Da chinesische Medizin ein hartes Los und noch härteres Brot ist, muß unser Mann mit den literarischen Anwandlungen ("Wenn ich Böll lese, muß ich immer ne Zigarette dabei rauchen") frühzeitig den Schlafplatz aufsuchen um am nächsten Morgen im Hamburger Junkieviertel Nadeln zu setzen.



Die Büchse der Pandora-ein halber Liter Holsten



Der Aru bietet dem weiblichen Teil des Gespanns an, mit auf die Privatparty eines Kommilitonen von Flex zu kommen. Menschen fragen, ob solche Unternehmungen zu fortgeschrittener Stunde lohnenswert seien und verlangen Garantien. Der Aru fragt sich, woher er sowas nehmen soll und zieht das Nb rhymebook über die Netzhaut ("Du klebst an mir, doch ich hafte für gar nichts, so richtig wach werd ich erst wenn es Nacht wird").
Schließlich geht es zu dritt (Aru, Coco, Merlot) auf die Suche nach studentenbesetzten Hochhäusern, die auch um ein Haar den Flex verschluckt hätten.

Coco, Neustudentin aus Schwul Cologne, erzählt etwas von exotischer Gesundheitsökonomie und davon, dem Aru in übergeordneter Position Befehle erteilen zu können. Der Aru lacht herzhaft, daß der Penis vibriert und fragt ketzerisch, wie denn das Leben in der Karnevalsstadt so sei.
Reflektorisch wird die diabolische Trias Köln, Frankfurt, München erwähnt, Coco legt ein umfassendes Geständnis ab und bekennt sich zu ihrer Herkunft. Der Aru kneift Augen und Pobacken zusammen und sieht sich mit Schwierigkeiten konfrontiert. Die Weinflasche hilft weiter und fordert dafür später ihren Tribut.

Im 15. Stock hat Fl es sich bereits mit seinem Couchgirl auf dem Fußboden vor der Tür zur Tanzgemeinschaft gemütlich gemacht und klammert sich verlegen an eine Sektflasche, die die letzte Alkoholquelle darstellt.

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Auf dem besten Posten verbleibend konnte bereits einer der great characters des Abends erspäht werden. Alte Nachbarn verkleiden sich als Lustmolche um eifrig und unnachgiebig einem chinesischen Duo nachzustellen.

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Fl tauscht seinen Surferin (Brasilianerin auf Hawaii) gegen die Pfeffiflasche, Aru sorgt für die Notladung Bier und sieht sich spontan der Essensportion aus dem Kochtopf einer alternden Senegalesin gegenüber. Der verfrühte Faschingsstreich oder verspätete Aprilscherz verbrennt dem Aru die Mundhöhle und muß mit nichts geringerem als Elefantenbier gelöscht werden.

Image Hosted by ImageShack.us "C'est toxique y dangereux, mais la saveure est bonne"

Besagte Menschen bringen nicht nur "Farbe ins Spiel" (O-Ton DRK-Erste-Hilfe-Leiter), sondern auch den Whiskey gleich mit. In bewegten Worten wird von den über die ganze Welt verstreuten Kindern geredet, die Peffiflasche entwendet und als Höhepunkt ein buntes Kostümfoto in die Runde gehalten. "Can you imagine that this is me?"


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Um uns herum beginnen bereits die Räum-und Bergungsarbeiten, die Sonne zieht sich noch mal ins Univerum zurück und Moralpolizist Flex paßt auf, daß niemand der Freundin des Gastgebers zu nahe rückt.



Am Fuße des Hochhauses fragt Fl, ob der männliche Gefährte der Couch Surferin ihr Freund sei. Geantwortet werden eske Ausführungen über Verträge und ähnliches. Flex fragt: "Und was ist mit Gefühlen?" "Gefühle gibt es nicht." Fl zeig sich gerührt und macht nach dem Fahrrad (Pandora vs. Lolita) und der Pfeffiflasche den dritten Heiratsantrag des Abends.

Am Bäckerstand vor der S-Bahn treffen wir eskerweise auf unseren legendären Oi-BigBang Auszugs-Punk ("Selber Schuld. IHR habt euch auf den Punk eingelassen"). Flex fährt die Flügel aus und ich springe eine Station früher aus der Bahn in der Hoffnung, so dem sich anbahnenden Kater zu entgehen.

Der nächste Morgen beginnt mittags um eins und verspricht alles Mögliche, nur nichts Gutes. Des Arus Kopf fühlt sich an als hätte man die Flasche Grünen Goldes nicht getrunken, sondern auf dem Schädel zerschellen lassen. In der Hoffnung auf Linderung treibt es den Aru auf den Steindamm, die Fratzengesichter tanzen Polonaise vom Casino bis zur Moschee.

Die Tour führt vorbei am Arier Juwelier, der Wettbar und dem LIDL, haufenweise Weinflaschen rollen übers Laufband. Der Aru schreitet vorüber und freut sich, daß der Herr im Himmel ihn mit einem Gehirn mit Schmerzzentrum versehen hat. Die Zeichen spiritueller Hingebung erreichen ihren ersten Höhepunkt als der Aru sich erstmalig auf dem Steindamm (Ecke Hansaplatz) entleert. Grüne Reste.
In der 101 wird ein mageres Reanimierungsprogramm gestartet um den Profi-Hustler wieder arbeitsfähig zu machen. Nach kühlen Tüchern und warmen Bädern dient anschließend ein Kindergeburtstag der Ausnüchterung. Sogar das Lächeln kommt rechtzeitig zurück, mit zwei Stücken Dextrose in den Pausbacken gegen den Glukoseabfall ist der Aru on point wieder clean.

Back im Hood warten die nächsten nicht minder schönen Stories. Ole hat sich überm Waschbecken die Haare geschnitten und den Hinterkopf auch trotz Spiegel und Yoga-Imitationen nicht erreichen können. Also schnell auf zum Barber um die Ecke. "Geld, Handy,...", nur der Schlüssel sollte es im Eifer des Gefechts nicht mit auf den Steindamm schaffen.
In den Katakomben der 101 (Cash, Stiffs, Drugs) werden die Utensilien für die operation open front door aufgelesen, für die Oles inzwischen eingetroffener Kollege Pate steht. Nach einer Stunde erscheint ein Nachbar auf der Bildfläche um den beiden Panzerknackern kurz höflich zu grüßen. Schließlich gelingt das Unfaßbare mit einer durch den Briefschlitz gewinkelten Stange. "Wir waren laut."

Der Aru macht sich des Abends an pures Fett in Form von Eßbarem. Verbunden mit dem Vorsatz in näherer Zukunft nur noch Sauerkirschnektar zu trinken.



Für den samt Couch girl eintreffenden Flex kein Grund den Guttemplern beizutreten. Die Weinflasche in der Hand werden weibliche Gäste in die Pflicht genommen: "C'mon, it's the drink of the gods and women."
Die Leere


Auf dem Bahnsteig verfaßt Fl bereits übereilig eine mündliche reference für Couchsurferin Coco. "Du wirkst immer so autoritär. Auch mit diesem blau-karierten Mantel. Vor allem mit diesem Schlitz da. Außer vorhin, als du auf dem Bett lagst, da warst du nicht autoritär."


Flexstradamus hat entweder einen Glückskeks in der Weinflasche verschluckt oder sich die Brillengläser mit Pfeffi geputzt.

Image Hosted by ImageShack.us "Besonders mit diesem Schlitz da"

Der Weg zur Meile mit Weile macht noch einmal deutlich, daß Hamburger U-Bahnfarten etwas anderes sind als die Nutzung Kölner Omnibusse oder das Reiten auf Kühen in Olpe.


Flex' erste Amtshandlung auf der Reeperbahn ein konditionierter Reflex. "Ich muß mal kurz pissen." Und das nicht zu knapp.

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Mit Betreten der Reeperbahn drängt die junge Münchnerin zunehmend ins spotlight und avanciert zur Protagonistin auf Zeit. Inmitten der reeperbahnenden Eskheiten wird plötzlich innegehalten und ein Monolog epochalen Ausmaßes in perfektem Ambiente vorgetragen.
"Ich hab heute einen vollkommenen Menschen getroffen. Er war über vierzig und hat eine Tochter in Amerika. Wenn sie wieder zurückkommt wird er sich bereits umgebracht haben. Er wollte, daß ich ihr schreibe wie ich ihn zuletzt erlebt habe. Dieser Mensch hat einfach nur verstanden. Die ganze Leere. "
Der Aru zeigt mit dem Finger auf Susis Showbar.

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Vor den Pforten der Herbertstraße dann Moralanwandlungen. "Ich muß da nicht durchgehen. Ich kann verstehen wie man sich als Frau da fühlt."
Der Aru fühlt vor allem Müdigkeit und Misanthropie.

Leckereien


Back im Steindamm wird der Kakao gerührt und die Geschichtentrommel geschüttelt. Die Coco erhält ein mündliches abstract über Oi-Haus und Böckmannstraße mit einem Verweis auf die Bände 2 und 3 der Spektralmemoiren.
Auf der Isomatte versucht der Aru Ruhe und Entspannung zu finden, Kräfte zu bündeln, um am morgigen Tag in alter Frische den Zombiekannibalen in die Orbita zu schauen.

Lediglich die junge Couchsurferin hat den St.Paulianerinnen scheinbar zu intensiv auf die Bauchtaschen geblickt und benutzt den schlafenden Akupunkteur als männliche Gummipuppe. Die Dunkelheit des Raumes wird gefüllt von schmatzenden Leck-und Lutschattacken. Constellation Funk, Bizarre Cinema vorverlegt auf drei Uhr nachts. Der Aru schaut auf seinen Penis herab und der Penis schaut auf den Aru herab.

Vertragspartner werden genötigt ihren Verpflichtungenn ungeachtet der Umstände nachzukommen. Doch gegen weibliche Lüsternheit ist auch kein chinesisches Kraut gewachsen. "Ich muß morgen um 9 raus." Der erste Akt des Lustspiels endet mit einem Seufzer, einem Schnarcher und einem in den Schlafsack geflüsterten 'esk!'.
Große Show, denkt der Aru und rollt sich auf die Seite. Der Versuch, Bettruhe auch auf dem kahlen Boden zu halten, mißlingt erneut. Unersättliche Studentinnen haben scheinbar den richtigen Appetizer gefunden.

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Der Tatsache bewußt, daß die Bühne der zelebrierten Eskheiten ebenfalls nur einen Katzensprung entfernt ist, räumt Kavalier Aru im Geiste der Tradition des Klosters Santa Aruschan das Spielfeld um Couch Squirtern ihren Raum zu lassen. Mit einer Hand voll Schlafsand wird um fünf Uhr morgens der Teig für den lang erwarteten Kuchen gerührt und beim anschließenden Spaziergang der Steindamm hochleben gelassen.
Zurück im Revier grüßen der belegte Kuchen und die garnierte Matratze.
Im Angesicht des Tageslichts macht sich beim Aru beim Betrachten der ineinander verknäuelten Gliedmaßen Fremdscham am Horizont breit und führt zur erneuten Flucht in die Küche.
In der bereits zwei von Oles Kollegen warten und überlegen, wie sich 1er BMW zu 2er Golf verhält. Ole liegt darnieder (Zuviel Wodka? Zuviel Deichkind?) und die beiden Stehaufmännchen liefen bereits erfolglos durch Steindammhotels auf der Suche nach Brötchen ("zu teuer") . Größtes Problem ist der fehlende zweite Kochtopf, der noch mit Kuchenteig belegt ist.

Image Hosted by ImageShack.us Im Glanze dieses Glückes

Fragen machen die Runde, ob die Soße auch so zu den Nudeln gekippt werden kann. Der Aru erlaubt sich den Hinweis, daß Menschen, die schwarz-rot-goldene Textilien auf der Haut tragen, auch Nudelwasser pur trinken können und bietet den frisch getopften Kuchen an.
Last Exit Fischmarkt. Ohne Schlaf, dafür geburnt von den eigenen vier Wänden, ist die Szenerie vergleichbar mit einer Mondlandung im Olympiastadion. Was würden wohl die Affen sagen, wenn sie wüßten, daß wir von ihnen abstammen?



Nach einer Odyssee der Schlafunterlagen (Boden, Stuhl, geclearte Matratze) ruht der Aru sanft und lädt Gentleflex zum Fünf-Uhr-Tee. Der Fl nicht gut zu bekommen scheint. Wie aus heiterem Pimmel erklärt Mr. Kowski ohne Vorwarnung, daß eine seiner Traumfrauen eine Friseurin aus Wuppertal bei Oli Geißen war. "C'mon, du hast auch gesagt, daß du die heiraten würdest."
Der Aru verlegt sich auf weniger abwegige Vorstellungen und unterbreitet dem Flex, daß er im Falle einer Präsidentschaft (Germoney, Aruba, Spektralinsel) einmal im Monat sich sein Volk zu Plaudereien und philophischem Geschwätz an den Kamin schalten ließe. Erstmalig realpolitische Visionen gebührenden Ausmaßes. Man rührt in der Milchschokolade und liest im Kaffeesatz.

CS sollte weltweit verpflichtend eingeführt werden, denn die Menschheit gehört auf die Couch.

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Samstag, 1. November 2008

Horror vacui

Dopes Tagebuch,

nachdem der Aru sich also fühlte wie bei Oli Geißen auf'm Sofa ("Ergebnis: Negativ") lädt ihm der flex die nächste Fuhre auf die Matte. Die entsetzte Reaktion des Aru auf das CS-Profil

"> 'i am a funny person'
>
> 'I love to cook, drive, shopping, high fashion... '
>
> 'It is necesary to understand humans behavior.'
>
> 'couch, couch, couch' schreien sie, aber c'mon, dann noch diese schwulen italienerfotos. der letzte dreck. wir wissen zwar aus der kulturgeschichte der couches was für wesen diese mexikanerinnen sind und was sie alles so auf spektral couches veranstalten, aber no,no,no. schick mir mal lieber die profile dieser litauerinnen. davon versprech ich mir einiges mehr."

beantwortet Mr. Flex gekonnt:



"naja, diese sätze deuten ja schon auf pervers-naives mädchenpack hin. kann man so oder so sehen, der schwanz wird seine eigene meinung darüber haben. das war natürlich wieder eine der ich von CS und 2 freunde die kein profil haben mail. kann also nur sagen: 3 möglichkeiten für einen abenteuerspielplatz für den penis auslassen oder wahrnehmen?

are you sure, dear schan?"


Mr. Schan ist sure und gibt grünes Licht und grünes Gift für Unternehmungen. Der Weibermob kommt zur Arbeitszeit und verschanzt sich im McDonald's um auf des Arus Eskorte in den Steindamm zu warten. Bereits von Hawaiianerinnen altbekannte Spielchen (ZOB statt Hbf, undeutliche Anrufe, wirre Aussagen) werden wiederholt und deuten an, daß der Abenteuerspielplatz zur Geisterbahn mutieren wird.
Beim Öffnen der Schließfächer fallen stapelweise Frauen-, Girl- und Modezeitschriften aus der Vorrichtung und statt meterhoher backpacks mit Schlafsäcken müssen Einkaufstüten (Lieblingsobjekt: Schuhe) über den Steindamm gezogen werden.
Der Aru tut sein Bestes und erhält sehr viel Eskes, in Form von Menschen, Dingen, Emotionen. Auf dem Weg von der Arbeit erreichen mich Anruf und sms von Ole, der unwissend mit den Freizeithuren allein im Steindamm gelassen wurde. "Es ist einfach nur ill." Ich tausche die Bücher gegen die Weinflaschen und mache mich mit den in der U-Bahnstation wartenden Hyänen auf zu Flex ins Mädchenzentrum. Ole verabschiedet mich mit den Worten: "Aru, in deinem Zimmer riecht's wie im Puff."
Man begutachtet deutsche Fahrscheinautomaten als stünde man vor dem Parfümregal und entscheidet sich für das Kinderticket. Der Aru versucht klarzumachen, daß nicht das Intelligenzalter, sondern die Zeit nach dem Würfeln durch das Muttertier entscheidend ist. Im Halbkreis um mich herumstehend fragen mich drei Lippenstiftgesichter warum mein Mitbewohner sie für Polinnen gehalten hat. Ich sage "Esk!" und flüchte fürs Erste in die Bahn.

Der Weg zu Flex nicht minder groß. Das mexikanische Mannsweib und das litauische Küken fangen an sich zu necken, lecken und husband/wife zu nennen. Nancy stelzt auf ihren Stöckelschuhen Richtung Medienzentrum und hält mir triumphierend ihr Schminkgesicht entgegen: "I'm the only normal person." Der Aru wendet konsterniert den Blick ab und wird dafür mit einem 'Batman'-Banner im Gesichtsfeld vor dem Audimax gestraft. Das Ganze im Tempo dreier konkurrierender Nacktschnecken, hinter mir dröhnt der Bariton: "A lady never rushes."

Der Streichelzoo trifft im Mädchenzentrum ein, Flecko geht zur Begrüßung raus und schickt den Todeskuss per sms: "Oha".
Das gemeinsame Loungen versäuft so im Sande, belanglose CS-Experiences füllen die Zeit zwischen den Atemzügen.


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Das Mannsweib holt ganz tief aus um die hohe Kunst der tiefen Schläge imposant vorführen zu können. "I sometimes rap. But I have a terrible voice."
Das sind nicht Nancy's Probleme. Immer wieder wird in die Hände geklatscht, ein Lächeln erheischt und "Party,Party" skandiert. Um den Drohungen Nachdruck zu verleihen wird wiederholt der Lippenstift herausgeholt, aufgerollt und angesetzt. Auf Hände klatschen antwortet Spektral mit Kopf schütteln und macht Pantomime zum bösen Spiel.


Image Hosted by ImageShack.us party addict

Nach dem Abspann des Pflichtprogramms vermögen Spektralmembers partyhungrige Rauschkatzen nicht länger im Zaum zu halten. Man legt die Schanze ans Herz und die Hündinnen an die Kette. Nancy wechselt ihre Stiefel und das Mannsweib tauft Flex' Baby Bike 'Lolita'.

In der Hamburger Szenehölle hat scheinbar der Teufel selbst Lunte gerochen und den Schwanz eingerollt. Die Bars stapeln ihre Stühle und scheinen kollektiv zu sagen "No pasarán". Schwer zu ertragen, so eine Abfuhr, für unsere Partymaus. Flex hält den Zeitpunkt für gekommen und erläutert: "Ich hab die ganze Woche nicht gewichst."

Man versichert sich, daß im Hier und Jetzt nichts mehr gehen dürfte außer der eigene Körper Richtung Heim. Der Aru starrt auf die sich erneut die Schuhe wechselnde Nancy und winkt das erstbeste Taxi heran. Mit den Chicken auf der Rückbank geht es durch die Hambuger Nacht. Beim Anfahren an der Ampel spürt der Aru den Pfeffi in der Flasche rumoren. Und was machen die Stuten? Scharren mit den Hufen. "Party, I want Party." Ich lenke die Konversation mit dem Taxifahrer vom Navigationssystem auf den Rücksitz und gebe die blinden Passagiere als meine Gäste aus. Bewundernd wird mir entgegengebracht: "Drei auf einmal? Eieiei. Dann brauchst du heute nacht keine Heizung mehr. Kannst du runterdrehen."
Scheine zücken, Kleingeld wechseln. Bevor ich die Tür zuwerfen kann kommt der Kavalier im Arbeitstier durch: "Wenn du heut nacht Hilfe brauchst, sag Bescheid."
Der Aru deckt den Mantel des Schweigens über den husband und seine wife und offeriert fancy Nancy die weitgereiste Isomatte als Schlafgemach. Als ob sie den Taxifahrer wörtlich verstehen konnte holt Nancy ihre Handschuhe aus der Tasche und läutet zur kollektiven Ruhe.


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Vom Winde verweht flattern dem Aru am nächsten Tag einsame Abschiedsbriefe beim Betreten der eigenen vier Wände entgegen. Um nicht den Verdacht zu erwecken, man hätte sich unauffällig davongestohlen wurden als Zeichen interkultureller Wertschätzung sämtliche Handtücher auf den gefluteten (Strafe Gottes?) Badboden gelegt, Regenschirme vergessen sowie Essensreste im Raum verteilt. Und Haare, überall Haare. Der Aru sieht sich erneut bestätigt in der Überzeugung, sich vorerst kein Weib zu halten und bestaunt die Apokalypse im Wasserglas.
Das Sahnehäubchen der Schadenfreude bleibt die Nachlektüre, Strafe muß sein.

Image Hosted by ImageShack.us Koitus interruptus

Sonntag, 26. Oktober 2008

Fluppy

Dopes Tagebuch,

jetzt wird's funky. Ein ganzer Post gewidmet nur einer Couch Surfing Person, wann wissen die hiesigen Archive Zeugnis eines solch historischen Großereignisses abzulegen? Papier ist geduldig, die Tastatur begierig.
Unser Mann des Tages heißt Fluppy und stößt zu später Stunde am Donnerstag Abend in spektrale Gefilde. Bringt er die Steindämme zum Brechen?


Pupillen wie 2-Cent-Stücke

Fluppy (current CouchSurfingMission: Not to loose my mind) ist an der Elbe gestrandet, weil er kürzlich wegen Drogengeschäften aus einer esoterischen Kommunistenschule in Dänemark geflogen ist. Seinen Werdegang beschreibt er so: "Nach'm Abitur bin ich ins kalte Wasser gefallen. Ich hab mir so gedacht: 'Hm, alle gehen zum Bund, was machst du'n jetzt eigentlich?'".

Nach Japan fliegen. Eine Weltreise als ultima ratio.

Tatort Sri Lanka: Unserem Dopetrotter wird am Flughafen von Kuala Lumpur ein 5-Sterne-Hotel mit Whirlpool für umsonst angeboten. Kommentar: "Ey, Hotels hab ich schon genug gesehen, interessiert mich nicht, euer Hotel."

Also wieder weg aus der Gegend. Der Bus wird von der Schar der Taxifahrer als zu gefährlich ausgewiesen. " 'Taxi is sicherer als Bus. Im Bus wirste sofort umgebracht.' Und ich so: Ey, wat seid ihr'n für Vögel hier. Und hab dann den Bus genommen. Die war'n vielleicht sauer."


Trouble auch vor dem Präsidentenpalast. "Da durft ich nicht fotografieren. Kamen gleich so'ne Typen in Armeeuniform. Ich hab so gesagt: Ich will doch hier nur'n Foto machen. Beruhigt euch mal wieder. Jau, und dann bin ich wieder nach Hause gegangen."


Nicht minder esk die Surfing Experience in Berlin City. "Zwei ham Billard gespielt, der Verlierer hat Kartoffeln geschält. Kennt ihr Rosenholz? Das ist so abgeschwächtes LSD. Ich hatte Pupillen wie 2-Cent-Stücke, und dann kam die Mutter zum Essen. Die fragt mich so: 'Du bist wohl auch'n Student von der Matheuni?' Ey, ich bin alle 1o Minuten auf Klo gerannt und hab mich da auf'm Boden gewälzt. Ich hatte die ganze Zeit so Schweißausbrüche. Und dann kam die Mutter noch mal zurück und hat gefragt: 'Wißt ihr was Spice ist?' Die arbeitet garantiert bei irgendso'ner Einrichtung zur Bekämpfung legaler Drogen."

Fluppies letzter Satz vorm Schlafengehen: "Mist, jetzt sind die Smarties im Rucksack ausgelaufen"

Image Hosted by ImageShack.us keine Drogen

Am nächsten Abend stehen Pflichterfüllungen auf dem Programm und Fluppy wird bereits auf St.Pauli erwartet. "Mann, wat sind das'n für viele Menschen hier. Sind die alle nur wegen dem Spiel da?"

Haargenau, und wegen des schönen Wetters, das uns in Schuhe und Nacken kriecht. Spektral ordert Plätze für die Nordkurve und findet sich eskerweise einen halben Meter unter der Grasnarbe wieder.

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Das Wasser bleibt draußen, das Bier kommt mit

Man muß das Rad nicht neu erfinden, aber Eierpackungen neu verwenden. Unsere Bierhalterungen sind die Entdeckung des Tages. Flex dreht eine Ehrenrunde durch den Block und freut sich, daß die letzte Disziplin eines echten Ironman Bier saufen ist.

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Zitzen und Spritzen

In der Halbzeitpause nehmen Flex und Aru ein Bad in der Menge und schwimmen auf der Stelle. Vor der Würstchenbude. Lediglich einer amerikanische Besucherin kann erklärt werden, daß der Genuß von Weißwust als bedenklich anzusehen ist und ideologisch der Vergewaltigung Minderjähriger sehr nahe steht.
Der Anblick der Majo- und Ketchup-Behälter weckt geradezu Phantasien, ohne die die Menschheit nicht das wäre, was sie ist.
"Ey, Flex, so'ne Zitzen sind schon sehr geil. Stell dir mal vor, jedes Weib hätte nicht zwei Brüste mit Nippeln, sondern eine Handvoll solch doper Zitzen und aus jeder kommen andere Sachen raus. Ketchup, Bananenmilch, Schokoladensoße, Bier. Mann, wär das geil!"

Image Hosted by ImageShack.us Lustphantasien

Back on da Block mit Currywurst und Bier. Es regnet Tropfen und hagelt Tore.
Fluppies Resume: "Gute Sache, so'n Fußballstadion".

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Flex führt sein Fahrrad Gassi und wir unseren Gast durch den Hamburger Regen.

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Das cash aus der Wettbar wird zwei Meter weiter in den Pennymarkt gebracht und erneut Szenenapplaus gegeben für die Charaktere auf den Brettern, die die Welt verbauen.

Zuhause erzählt Fluppy seinen Lieblingswitz:


Eine Nutte, eine Nonne, ein Holländer und ein Deutscher fahren in einem Auto. Nachdem sie wieder aus einem dunklen Tunnel herauskommen, hat der Holländer eine rote Wange. Was denken die einzelnen Leute?


Die Nonne: Er wollte die Nutte begrapschen, sie wollte das nicht und hat ihm ne Ohrfeige verpaßt.


Die Nutte: Der wollte mich begrapschen, hat die Nonne erwischt und sie hat ihm eine Ohrfeige verpaßt.


Der Holländer: Der Deutsche wollte die Nutte begrapschen, hat die Nonne berührt und diese mir ne Ohrfeige verpaßt.


Der Deutsche: Im nächsten Tunnel kriegt der Holländer noch eine...

Der Aru liegt ermüdet auf dem Bett und wird durch den Gedanken an eklige Studentenparties nicht munterer. Fl malt sich in Gedanken jungfräuliche Erstsemesterinnen nach seinem Bilde aus und verweist mit Nachdruck auf das spektrale Nachtprogramm. Ole kommt hinzu und spricht aus, was der Durchschnittsleser denkt: "Ihr seid ja versaute alte Säcke." Fluppy versucht einen neuen Witz: "Kennt ihr den katholischen BH?"

Der Part, der Fl und Aru zum Brüllen, Weinen und Schreien bringen sollte: "Und was machst du so? Sonst so?"


" ? Ich nehm keine Drogen."


"Is ja auch o.k.. Na ja, erst hab ich gedacht, daß ihr fixt."


"Wie bitte???"


"Na komm, du hast geschrieben, daß ihr paralysiert auf der Couch hockt und Miami Vice kuckt. Als ich das gelesen hab, hab ich gedacht: Die spritzen doch! Ich hab nichts gegen Spritzen. Auf der anderen Seite ist das auch interessant. Hab ich auch meiner Schwester gezeigt. Die meinte auch: 'Auf jeden Fall fixen die!' "


Zwischenfrage von Flex nachdem er wieder Luft bekommt und die Bauchmuskeln relaxiert sind: "...? Aru hat doch so Sachen wie daß er Medizin studiert in sein Profil geschrieben. Und da dachtest du, daß er fixt?"


"Ey, klar, ich hab mir gedacht, der is Medizinstudent, der kennt sich voll aus mit dem Scheiß. Weißt du, daß Fixen das Gesündeste ist, was du machen kannst? Wenn du Kokain schniefst, machst du dir deine Nase kaputt. Ich hab lange gebraucht das zu kapieren."

Emotionales. Fluppies 60-jährige Freundin aus Berlin. Freundschaften, Bekanntschaften, Gespräche. "Diese Nacht war unvergeßlich."

Emotionales pt.II. "Ahh, ich hab immer so Magenkrämpe. Die kommen immer wenn ich mal zwei, drei Tage nichts esse."

"Wie bitte? Zwei, drei Tage lang ißt du nichs?"

"Ja, ich hab schon seit Jahren kein Hungergefühl mehr."

Spe headz schauen sich staunend an und halten fest, daß wenigstens das Durstgefühl bei unserem Gast ungebrochen ist.


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"Heut morgen wollt ich mich am Kopf kratzen mit meinem rechten Arm. Dann konnte ich ihn nicht bewegen. Dann hab ich mit dem linken Arm meine Bettdecke weggelegt, dann konnte ich meinen Arm wieder bewegen. Dann hab ich mich gekratzt."

Emotionales pt.III. Berichtet wird von einem Hochhaus in Hongkong. Wir stellen uns nach eigener Aussage unseren Mann mit den langen Haaren und unrasiertem Gesicht auf dem Dach eines Hochhauses mit ausgebreiteten Armen vor. "Ich steh total auf Adrenalin."

Emotionales pt.IV. Fluppies Gastgeberin in Hongkong eine Chinesin. "Die war nicht hübsch... ich wollte nix von der... keine Ahnung was die wollte... ich wollte auch nur 2 Tage bleiben... wir haben alles zusammen gemacht... nachher war'n's zehn Tage...so auf freundschaftlicher Basis...wir haben uns auch gegenseitig massiert..."

Emotionales pt.V. Frauenshampoo. Unser Couch Surfer will wissen, wem das 'Frauenshampoo' im Bad gehört. "Ich steh da total drauf, find ich voll geil, ich benutz nur Frauenshampoo." Flex wird gefragt, welches Shampoo er benutzt, Antwort: Anti-Schuppen-Shampoo von El Vital. "El Vital is aber auch geil. Das Frauenshampoo davon find ich richtig klasse."
"Ich kann dir auch'n bißchen Geld geben. Ich hab's heut benutz. Hab dran gerochen und fand ich voll geil. Und dann hab ich mich damit eingerieben."


SPEktral steht wieder mal im All und Fluppy verschwindet im falschen U-Bahnschacht, weil er zu sehr in Gespräche mit seiner Schwester (Koks, H, Rosenholz) vertieft ist um den spektralen Wegweisern zu folgen. Auf dem Weg zur großen Kinderfeier zeigt sich der weibliche akademische Nachwuchs von seiner besten Seite: "Du dumme Schlampe, ich reiß dir deine Fotze auseinander!" Flex will Fotos schießen, aber traut sich nicht aus dem Schürzengraben und Aru erreicht die Feuchtgebiete per pedale.

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Wir betreten ein Unigebäude, das der Aru im Falle eines Atomkrieges nicht mal als Bunker benutzen würde, und greifen instinktiv zu unseren Vorratsfläschchen.

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Wie man weiß, erscheinen einem die Menschen im betrunkenen Zustand immer schöner und erträglicher. Nur bei Studenten mag das nicht so recht gelingen.
Fl und ich gehen zur Garderobe, wo ein Rock mit Stiefeln verzweifelt versucht, mit einer Plastikflasche ein Bier zu öffnen. 'Probiers doch mit deiner Zahnspange', denkt sich der Aru, "ich hab doch nen Öffner", sagt der Flex. Kokett werden uns blutige Finger als Resultat missglückter Flaschenöffnungen entgegengehalten, das Foto landet im Nirwana oder in Flex' privatem Wichsfigurenkabinett.
Der liebe Herr Kowski hat Blut geleckt und macht sich auf die Suche nach dem passenden Jungfernhäutchen. Patroulliert wird vor der Mädchentoilette mit einer Packung Kinderriegel als Köder.

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Foto ab 18


Fluppy kennt spektrale Übermenschen noch nicht lang genug um ihnen über die Schultern zu kucken und erzählt irgendwas von x+Weib. "Das ist ne sichere Masche." Fleckos Antwort: "Ich arbeite nicht mit Maschen, ich arbeite mit Schwanz." Der Aru notiert diesen Satz mangels Papierquellen auf der Rückseite eines Flyers zur Frauenlesbentransvollversammlung und denkt sich, daß Spektral eine permanent protokollierende Begleitung benötigt, für die nur ein Tintenfisch mit 20 Armen in Frage kommt.
Ich sauge tief die dreckige Raucherluft durch meine Kiemen und höre Flex mir aus der Leber sprechen: "Ich bin gefrustet, daß ich nicht vollkommen alkoholisiert bin und immer noch klar denken kann."

Der letzte Ausweg ist der Heimweg. Die Botschaft ist angekommen.

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Sonntag, 19. Oktober 2008

G-Punkt der Venus

Dopes Tagebuch,

zwei Tage Berlin ist wie zwei Jahre Heroin zum Frühstück - oder: "Das dritte Jahrtausend ist grade mal 8 Tage alt" (Adaptation Dr. Werner Lambert)


Aru an Board

7°° früh in einen LinienBus nach Berlin steigen ist eine der Sachen im Leben, die der normal entwickelte Mensch einmal tut um künftig mit einer aussagekräftigen Grimasse dankend abzulehnen. Der Aru wäre fast vom Hamburger Regenwind verweht, erreicht den ZOB (Zombies,Obdachlose,Berber) fünf Minuten vor Abfahrt und tauscht seine Schlafmütze gegen ein Ticket. Die Schlange reicht vom McDonald's bis zum Kofferraum und sorgt für ein wissendes Lächeln auf den Lippen. Die Ansage des osteuropäischen Busfahrers läßt mich erschrocken auffahren und befürchten ich hätte das falsche Mobil bestiegen und sei unterwegs Richtung Riga oder Vilnius. Erst beim Klang des Wortes "Nichtraucherbus" kann der Aru sich entspannt zurücklehnen und sich von seiner Sitznachbarin das Hinterteil gegen die Beine drücken lassen.

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Wenn der Postmann zweimal klingelt

Ich erreiche kurz nach dem Briefzusteller die Gaillard 21 und halte triumphierend das neue blog handy in den Schatten des Sonnenschirms. Mit dem Verweis auf die Pflichten eines Blogwarts erkläre ich Dr.Werner, daß unbewaffnet nie mehr als ein Fuß vor die Tür gesetzt werden darf und Cameras ab sofort noch vor Unterwäsche, Socken und Sonnenbrillen auf der Kleiderordnung stehen.


Die spektrale Fangemeinde des Böckiblogs in Berlin fragt nach letzten Abschiedsposts auf der heiß geliebten Seite: "Erler&Pless kann ja wohl nicht das letzte gewesen sein. Ne ordentliche Seebestattung sollte schon sein. Im world wide web."
Die Frage nach meinem neuen Mitbewohner beantworte ich mit dem Hinweis auf das von Ole in den Steindamm importierte NES. Dr.Werner zeigt sich fachkundig: "Das war die erste MPC."
MB gerät angesichts der Wochenendaktivitäten ins Schwärmen und überredet den Aru 21 Euro in hochkonzentrierten Abschaum zu investieren. Übermütig wird gar der Besuch der VIP-Party für schlaff hängende 45 Euro erwogen ("Ich hab grad ne BAFöG-Erhöhung bekommen"), in Anbetracht spektraler Unpäßlichkeiten jedoch auf nächstes Jahr verschoben und statt dessen noch eine Handseife, Duftmarke Orange, für 89 Cent erworben.


Theater Rote Grütze


Back in der Twenty One zwingt die Atemnot der Welt und das Gewicht der gekauften Chipstüten den Aru zum philosophischen Aderlaß. "Wie es wohl in so ner Chipsfabrik zugeht?"
Werner Marcuse versteht Chipstüte und antwortet zielsicher: "Na, wie es in einer Brezeltüte zugeht wissen wir ja. Das Salz wird abgerieben und fällt zu Boden. So eine line könnte auch jemand bringen, der beim Poetry Slam auf der Bühne steht, nachdem er zwei Gläser Rotwein getrunken hat. Vor Aufregung."
Der morgige Tag will nicht aus den Köpfen und landet dennoch auf der Zunge. "Ich will Meiuss sehen, wie er neben einem Pornostand hinter vorgehaltener Hand seinen Pfeffi schlürft."

Mein Blick schweift durch die Küche und bleibt an der Packung Kirsch-Joghurt-Tee hängen. "War die nicht noch aus der Kiautschoustraße?"
Stichworte treffen mitten ins Herz. "Ich hab heute unsere Vermieter angerufen und mafiös auf den Anrufbeantworter gesprochen. 'Hallo, Müller. Sie wissen worum es geht. Kiautschoustraße. Kaution. Mehr brauch ich dazu nicht sagen. Meine Nummer ist 01741712319. Rufen Sie mich unverzüglich an.'"

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Nachdem die Weinflaschen sortiert und der Pfeffi als Analgetikum für kommende Großereignisse zurückgelegt wurde, greift Dr.Werner tief in spektrale Schatzkisten und zückt etwas hervor, das Erotikmessen inklusive zugehöriger crowd in den Gliedschatten stellen sollte.

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Das Dargebotene läßt sich nur schwerlich in menschliche Sprache übertragen. Spe zückt Fernbedienung + Camera und extrahiert Ikonographien der Eskheit.


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Gehostet bei Pic-Upload.de Das Weib-der unerforschte Planet

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Gehostet bei Pic-Upload.de Spermium und Ei

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Gehostet bei Pic-Upload.de Die Geburt

Gehostet bei Pic-Upload.de Jeder Bauch mag wenn man ihn liebt

Gehostet bei Pic-Upload.de Jeder Po mag wenn man ihn liebt

Beim investigativen Zappen
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dann aber der schreckliche Verdacht, daß unschuldige Kinder sich nicht freiwillig perversen Spielen zur Triebbefriedigung infantiler Hippies hingegeben haben.


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Spektral ist entsetzt, verwirrt und erbittet seine zweiköpfige Heiligkeit um Rat.

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Landed on Venus

Der morgendliche Rundgang seiner Hoheit über die Prinzenallee am Tage der reitenden Leichen birgt Begegnungen mit Hinweisschildern und läßt einmal mehr zweifeln, ob die 21 Euro gut angelegt sind.

Gehostet bei Pic-Upload.de Tödliche Entscheidung

Unterdessen wird der Aru auf subtile Art auf die kommende Fleischbeschau hingewiesen.

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Bewaffnet mit einer Ladung jungfräulicher Hi-8-Kassetten die Ringbahn bestiegen und ein Memorandum für Tomasz' Schneidezahn abgehalten. Ich frage den in Casu Sexmessen bewanderten und auf diesem Gebiet promovierten Dr.Werner ob der Pfeffi ebenfalls ein gern gesehener Gast auf solchen Zusammenkünften ist wenn er aus der Jackentasche lugt. "Ach was, die werden einen ja nicht gleich am Eingang betatschen und an den Arsch fassen."
Die letzte Weiche ist gestellt und führt die headz am Deutschen Kongreß für Orthopädie und Unfallchirurgie vorbei an die Pforten zur Hölle.

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Marcusbillion zückt die Kamera, der Aru zuckt mit den Schultern um letztlich ein paar picz im kollektiven Gedächtnis der Gesellschaft der Menschenfreunde zu verwahren. Erstbestes Motiv ist der Gummipuppen verkaufende Thomas G. Hornauer.

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"Die Tiere wundern sich längst über Menschen im Zoo"

GayArea, Fetischzone, Hobbynutten, Transvestiten, Silikonköpfe, Fesselspiele, Intimchirurgie, Flirtpubs, Buschfotzen, Peitschenhandel. Die schönsten Anblicke zwischen diesen Aberrationen sexueller Spielart aber zwei einsame Stände inmitten der Ständer.

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Der grüne Zaubertrank verliert angesichts der Gruselshow seine Wirkung.
Die Tränen trocknen, die Eindrücke bleiben.



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Der Aru beginnt angesichts der unleugbaren Tatsachen vorurteilsfrei über Eugenik, Geburtenkontrolle und Zuchthäuser zu sinnieren und kommt zu dem Schluß:
Man müsste jedem Menschen zeigen, wie er in diese Welt gesetzt wurde.

Spätestens bei Young German Girls Dominate Male Slaves kann man nicht mehr als den Peitschen den Rücken zukehren um nach Friedrichshain aufzubrechen und Glückwünsche von Faber und Flex zu überbringen.

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"Nippler, Contenance!"

Bereits der Gang durchs Treppenhaus verrät: Hier muß ein Wichtel wohnen.

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Wichtel begrüßt mich fast so freudig wie sein Ziehhund. Das gute Tier hört auf den Namen Nippler und benimmt sich dementsprechend. "Ich hab überlegt ob sein Körper irgendwelche Drogen produziert. Der is immer so drauf." Und der andere Hund? "Luna? Das ist das genaue Gegenteil, die Valiumvariante."

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Mir wird berichtet, daß eines Tages die Familie Wichmann nach Hause kam und die zerrissenen Windeln des Zöglings Len-Nikolai überall in der Wohnung verteilt vorfand. Die Hunde (d.h. Nippler, der Anstifter) hatten im Müll nach Essensresten gefahndet und dabei auf Grund ihrer Sozialisation als Assiwear-Maskottchen besonderen Gefallen an vollgekoteten Windeln gefunden. Nach getaner Arbeit seien sie dann auf den Balkon gezogen, um sich dort niederzulassen und bei Antreffen ihrer Herrchen zu ruhen. Zwischen ihnen die Schildkröte, der zwei Stücke ihres Körpers fehlten. "Wir dachten schon sie sei tot. Die ist wochenlang nicht aus ihrem Panzer gekommen, so traumatisiert war die."

Herr Wichmann von der GAS jedenfalls entsteigt jedweden Kampffahrzeugen und plant ein epochemachendes Werk in Buchform. Titel "Kundenservice in Deutschland". Auszüge gibt es probeweise vom Callcenteragenten h.c., der in Spanien für Philips den Kundendienst abwickelte während er in einem besetzten Haus dwellte, vor katalonischen Cops flüchtete und seine hochschwangere Freundin vor wilden Ratten beschützen musste. Ich verabrede mich mit Wichtel zur Frankfurter Buchmesse im nächsten Jahr und verlange zugleich ein Dokument der Spanienkalamitäten.

Mit solch einer Lunte in der Feder läßt sich noch nach Ladenschluß eine Pizza bestellen, ein Bier köpfen und Goldstaub in die Luft pusten, denn Berlin weiß:

Spektral: Kompetenz und Sicherheit, in Sachen Dopeness unerläßlich.

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