jetzt wird's funky. Ein ganzer Post gewidmet nur einer Couch Surfing Person, wann wissen die hiesigen Archive Zeugnis eines solch historischen Großereignisses abzulegen? Papier ist geduldig, die Tastatur begierig.
Unser Mann des Tages heißt Fluppy und stößt zu später Stunde am Donnerstag Abend in spektrale Gefilde. Bringt er die Steindämme zum Brechen?
Pupillen wie 2-Cent-Stücke
Fluppy (current CouchSurfingMission: Not to loose my mind) ist an der Elbe gestrandet, weil er kürzlich wegen Drogengeschäften aus einer esoterischen Kommunistenschule in Dänemark geflogen ist. Seinen Werdegang beschreibt er so: "Nach'm Abitur bin ich ins kalte Wasser gefallen. Ich hab mir so gedacht: 'Hm, alle gehen zum Bund, was machst du'n jetzt eigentlich?'".
Also wieder weg aus der Gegend. Der Bus wird von der Schar der Taxifahrer als zu gefährlich ausgewiesen. " 'Taxi is sicherer als Bus. Im Bus wirste sofort umgebracht.' Und ich so: Ey, wat seid ihr'n für Vögel hier. Und hab dann den Bus genommen. Die war'n vielleicht sauer."
Trouble auch vor dem Präsidentenpalast. "Da durft ich nicht fotografieren. Kamen gleich so'ne Typen in Armeeuniform. Ich hab so gesagt: Ich will doch hier nur'n Foto machen. Beruhigt euch mal wieder. Jau, und dann bin ich wieder nach Hause gegangen."
Nicht minder esk die Surfing Experience in Berlin City. "Zwei ham Billard gespielt, der Verlierer hat Kartoffeln geschält. Kennt ihr Rosenholz? Das ist so abgeschwächtes LSD. Ich hatte Pupillen wie 2-Cent-Stücke, und dann kam die Mutter zum Essen. Die fragt mich so: 'Du bist wohl auch'n Student von der Matheuni?' Ey, ich bin alle 1o Minuten auf Klo gerannt und hab mich da auf'm Boden gewälzt. Ich hatte die ganze Zeit so Schweißausbrüche. Und dann kam die Mutter noch mal zurück und hat gefragt: 'Wißt ihr was Spice ist?' Die arbeitet garantiert bei irgendso'ner Einrichtung zur Bekämpfung legaler Drogen."
keine DrogenAm nächsten Abend stehen Pflichterfüllungen auf dem Programm und Fluppy wird bereits auf St.Pauli erwartet. "Mann, wat sind das'n für viele Menschen hier. Sind die alle nur wegen dem Spiel da?"

Das Wasser bleibt draußen, das Bier kommt mit
Man muß das Rad nicht neu erfinden, aber Eierpackungen neu verwenden. Unsere Bierhalterungen sind die Entdeckung des Tages. Flex dreht eine Ehrenrunde durch den Block und freut sich, daß die letzte Disziplin eines echten Ironman Bier saufen ist.
... In der Halbzeitpause nehmen Flex und Aru ein Bad in der Menge und schwimmen auf der Stelle. Vor der Würstchenbude. Lediglich einer amerikanische Besucherin kann erklärt werden, daß der Genuß von Weißwust als bedenklich anzusehen ist und ideologisch der Vergewaltigung Minderjähriger sehr nahe steht.
Der Anblick der Majo- und Ketchup-Behälter weckt geradezu Phantasien, ohne die die Menschheit nicht das wäre, was sie ist.
"Ey, Flex, so'ne Zitzen sind schon sehr geil. Stell dir mal vor, jedes Weib hätte nicht zwei Brüste mit Nippeln, sondern eine Handvoll solch doper Zitzen und aus jeder kommen andere Sachen raus. Ketchup, Bananenmilch, Schokoladensoße, Bier. Mann, wär das geil!"
LustphantasienBack on da Block mit Currywurst und Bier. Es regnet Tropfen und hagelt Tore.
Fluppies Resume: "Gute Sache, so'n Fußballstadion".

Flex führt sein Fahrrad Gassi und wir unseren Gast durch den Hamburger Regen.

Das cash aus der Wettbar wird zwei Meter weiter in den Pennymarkt gebracht und erneut Szenenapplaus gegeben für die Charaktere auf den Brettern, die die Welt verbauen.
Zuhause erzählt Fluppy seinen Lieblingswitz:
Eine Nutte, eine Nonne, ein Holländer und ein Deutscher fahren in einem Auto. Nachdem sie wieder aus einem dunklen Tunnel herauskommen, hat der Holländer eine rote Wange. Was denken die einzelnen Leute?
Die Nonne: Er wollte die Nutte begrapschen, sie wollte das nicht und hat ihm ne Ohrfeige verpaßt.
Die Nutte: Der wollte mich begrapschen, hat die Nonne erwischt und sie hat ihm eine Ohrfeige verpaßt.
Der Holländer: Der Deutsche wollte die Nutte begrapschen, hat die Nonne berührt und diese mir ne Ohrfeige verpaßt.
Der Deutsche: Im nächsten Tunnel kriegt der Holländer noch eine...
Der Aru liegt ermüdet auf dem Bett und wird durch den Gedanken an eklige Studentenparties nicht munterer. Fl malt sich in Gedanken jungfräuliche Erstsemesterinnen nach seinem Bilde aus und verweist mit Nachdruck auf das spektrale Nachtprogramm. Ole kommt hinzu und spricht aus, was der Durchschnittsleser denkt: "Ihr seid ja versaute alte Säcke." Fluppy versucht einen neuen Witz: "Kennt ihr den katholischen BH?"
Der Part, der Fl und Aru zum Brüllen, Weinen und Schreien bringen sollte: "Und was machst du so? Sonst so?"
" ? Ich nehm keine Drogen."
"Is ja auch o.k.. Na ja, erst hab ich gedacht, daß ihr fixt."
"Wie bitte???"
"Na komm, du hast geschrieben, daß ihr paralysiert auf der Couch hockt und Miami Vice kuckt. Als ich das gelesen hab, hab ich gedacht: Die spritzen doch! Ich hab nichts gegen Spritzen. Auf der anderen Seite ist das auch interessant. Hab ich auch meiner Schwester gezeigt. Die meinte auch: 'Auf jeden Fall fixen die!' "
Zwischenfrage von Flex nachdem er wieder Luft bekommt und die Bauchmuskeln relaxiert sind: "...? Aru hat doch so Sachen wie daß er Medizin studiert in sein Profil geschrieben. Und da dachtest du, daß er fixt?"
"Ey, klar, ich hab mir gedacht, der is Medizinstudent, der kennt sich voll aus mit dem Scheiß. Weißt du, daß Fixen das Gesündeste ist, was du machen kannst? Wenn du Kokain schniefst, machst du dir deine Nase kaputt. Ich hab lange gebraucht das zu kapieren."
Emotionales. Fluppies 60-jährige Freundin aus Berlin. Freundschaften, Bekanntschaften, Gespräche. "Diese Nacht war unvergeßlich."
Emotionales pt.II. "Ahh, ich hab immer so Magenkrämpe. Die kommen immer wenn ich mal zwei, drei Tage nichts esse."
"Wie bitte? Zwei, drei Tage lang ißt du nichs?"
"Ja, ich hab schon seit Jahren kein Hungergefühl mehr."
Spe headz schauen sich staunend an und halten fest, daß wenigstens das Durstgefühl bei unserem Gast ungebrochen ist.
"Heut morgen wollt ich mich am Kopf kratzen mit meinem rechten Arm. Dann konnte ich ihn nicht bewegen. Dann hab ich mit dem linken Arm meine Bettdecke weggelegt, dann konnte ich meinen Arm wieder bewegen. Dann hab ich mich gekratzt."
Emotionales pt.III. Berichtet wird von einem Hochhaus in Hongkong. Wir stellen uns nach eigener Aussage unseren Mann mit den langen Haaren und unrasiertem Gesicht auf dem Dach eines Hochhauses mit ausgebreiteten Armen vor. "Ich steh total auf Adrenalin."
Emotionales pt.IV. Fluppies Gastgeberin in Hongkong eine Chinesin. "Die war nicht hübsch... ich wollte nix von der... keine Ahnung was die wollte... ich wollte auch nur 2 Tage bleiben... wir haben alles zusammen gemacht... nachher war'n's zehn Tage...so auf freundschaftlicher Basis...wir haben uns auch gegenseitig massiert..."
Emotionales pt.V. Frauenshampoo. Unser Couch Surfer will wissen, wem das 'Frauenshampoo' im Bad gehört. "Ich steh da total drauf, find ich voll geil, ich benutz nur Frauenshampoo." Flex wird gefragt, welches Shampoo er benutzt, Antwort: Anti-Schuppen-Shampoo von El Vital. "El Vital is aber auch geil. Das Frauenshampoo davon find ich richtig klasse."
"Ich kann dir auch'n bißchen Geld geben. Ich hab's heut benutz. Hab dran gerochen und fand ich voll geil. Und dann hab ich mich damit eingerieben."
SPEktral steht wieder mal im All und Fluppy verschwindet im falschen U-Bahnschacht, weil er zu sehr in Gespräche mit seiner Schwester (Koks, H, Rosenholz) vertieft ist um den spektralen Wegweisern zu folgen. Auf dem Weg zur großen Kinderfeier zeigt sich der weibliche akademische Nachwuchs von seiner besten Seite: "Du dumme Schlampe, ich reiß dir deine Fotze auseinander!" Flex will Fotos schießen, aber traut sich nicht aus dem Schürzengraben und Aru erreicht die Feuchtgebiete per pedale.
FremdfahrenWir betreten ein Unigebäude, das der Aru im Falle eines Atomkrieges nicht mal als Bunker benutzen würde, und greifen instinktiv zu unseren Vorratsfläschchen.
Wie man weiß, erscheinen einem die Menschen im betrunkenen Zustand immer schöner und erträglicher. Nur bei Studenten mag das nicht so recht gelingen.
Fl und ich gehen zur Garderobe, wo ein Rock mit Stiefeln verzweifelt versucht, mit einer Plastikflasche ein Bier zu öffnen. 'Probiers doch mit deiner Zahnspange', denkt sich der Aru, "ich hab doch nen Öffner", sagt der Flex. Kokett werden uns blutige Finger als Resultat missglückter Flaschenöffnungen entgegengehalten, das Foto landet im Nirwana oder in Flex' privatem Wichsfigurenkabinett.
Der liebe Herr Kowski hat Blut geleckt und macht sich auf die Suche nach dem passenden Jungfernhäutchen. Patroulliert wird vor der Mädchentoilette mit einer Packung Kinderriegel als Köder. 
Foto ab 18
Fluppy kennt spektrale Übermenschen noch nicht lang genug um ihnen über die Schultern zu kucken und erzählt irgendwas von x+Weib. "Das ist ne sichere Masche." Fleckos Antwort: "Ich arbeite nicht mit Maschen, ich arbeite mit Schwanz." Der Aru notiert diesen Satz mangels Papierquellen auf der Rückseite eines Flyers zur Frauenlesbentransvollversammlung und denkt sich, daß Spektral eine permanent protokollierende Begleitung benötigt, für die nur ein Tintenfisch mit 20 Armen in Frage kommt.
Ich sauge tief die dreckige Raucherluft durch meine Kiemen und höre Flex mir aus der Leber sprechen: "Ich bin gefrustet, daß ich nicht vollkommen alkoholisiert bin und immer noch klar denken kann."





1 Kommentar:
neben dem Tintenfisch bräuchte spe selbstverständlich auch DAS WANDELNDE BLATT im Gefolge:
http://www.zooplus.de/bilder/wandelndes/blatt/phyllium/bioculatum/grn/1/300/93830_odenwald_wandelndesblatt_1.jpg
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