Sonntag, 26. Oktober 2008

Fluppy

Dopes Tagebuch,

jetzt wird's funky. Ein ganzer Post gewidmet nur einer Couch Surfing Person, wann wissen die hiesigen Archive Zeugnis eines solch historischen Großereignisses abzulegen? Papier ist geduldig, die Tastatur begierig.
Unser Mann des Tages heißt Fluppy und stößt zu später Stunde am Donnerstag Abend in spektrale Gefilde. Bringt er die Steindämme zum Brechen?


Pupillen wie 2-Cent-Stücke

Fluppy (current CouchSurfingMission: Not to loose my mind) ist an der Elbe gestrandet, weil er kürzlich wegen Drogengeschäften aus einer esoterischen Kommunistenschule in Dänemark geflogen ist. Seinen Werdegang beschreibt er so: "Nach'm Abitur bin ich ins kalte Wasser gefallen. Ich hab mir so gedacht: 'Hm, alle gehen zum Bund, was machst du'n jetzt eigentlich?'".

Nach Japan fliegen. Eine Weltreise als ultima ratio.

Tatort Sri Lanka: Unserem Dopetrotter wird am Flughafen von Kuala Lumpur ein 5-Sterne-Hotel mit Whirlpool für umsonst angeboten. Kommentar: "Ey, Hotels hab ich schon genug gesehen, interessiert mich nicht, euer Hotel."

Also wieder weg aus der Gegend. Der Bus wird von der Schar der Taxifahrer als zu gefährlich ausgewiesen. " 'Taxi is sicherer als Bus. Im Bus wirste sofort umgebracht.' Und ich so: Ey, wat seid ihr'n für Vögel hier. Und hab dann den Bus genommen. Die war'n vielleicht sauer."


Trouble auch vor dem Präsidentenpalast. "Da durft ich nicht fotografieren. Kamen gleich so'ne Typen in Armeeuniform. Ich hab so gesagt: Ich will doch hier nur'n Foto machen. Beruhigt euch mal wieder. Jau, und dann bin ich wieder nach Hause gegangen."


Nicht minder esk die Surfing Experience in Berlin City. "Zwei ham Billard gespielt, der Verlierer hat Kartoffeln geschält. Kennt ihr Rosenholz? Das ist so abgeschwächtes LSD. Ich hatte Pupillen wie 2-Cent-Stücke, und dann kam die Mutter zum Essen. Die fragt mich so: 'Du bist wohl auch'n Student von der Matheuni?' Ey, ich bin alle 1o Minuten auf Klo gerannt und hab mich da auf'm Boden gewälzt. Ich hatte die ganze Zeit so Schweißausbrüche. Und dann kam die Mutter noch mal zurück und hat gefragt: 'Wißt ihr was Spice ist?' Die arbeitet garantiert bei irgendso'ner Einrichtung zur Bekämpfung legaler Drogen."

Fluppies letzter Satz vorm Schlafengehen: "Mist, jetzt sind die Smarties im Rucksack ausgelaufen"

Image Hosted by ImageShack.us keine Drogen

Am nächsten Abend stehen Pflichterfüllungen auf dem Programm und Fluppy wird bereits auf St.Pauli erwartet. "Mann, wat sind das'n für viele Menschen hier. Sind die alle nur wegen dem Spiel da?"

Haargenau, und wegen des schönen Wetters, das uns in Schuhe und Nacken kriecht. Spektral ordert Plätze für die Nordkurve und findet sich eskerweise einen halben Meter unter der Grasnarbe wieder.

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Das Wasser bleibt draußen, das Bier kommt mit

Man muß das Rad nicht neu erfinden, aber Eierpackungen neu verwenden. Unsere Bierhalterungen sind die Entdeckung des Tages. Flex dreht eine Ehrenrunde durch den Block und freut sich, daß die letzte Disziplin eines echten Ironman Bier saufen ist.

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Zitzen und Spritzen

In der Halbzeitpause nehmen Flex und Aru ein Bad in der Menge und schwimmen auf der Stelle. Vor der Würstchenbude. Lediglich einer amerikanische Besucherin kann erklärt werden, daß der Genuß von Weißwust als bedenklich anzusehen ist und ideologisch der Vergewaltigung Minderjähriger sehr nahe steht.
Der Anblick der Majo- und Ketchup-Behälter weckt geradezu Phantasien, ohne die die Menschheit nicht das wäre, was sie ist.
"Ey, Flex, so'ne Zitzen sind schon sehr geil. Stell dir mal vor, jedes Weib hätte nicht zwei Brüste mit Nippeln, sondern eine Handvoll solch doper Zitzen und aus jeder kommen andere Sachen raus. Ketchup, Bananenmilch, Schokoladensoße, Bier. Mann, wär das geil!"

Image Hosted by ImageShack.us Lustphantasien

Back on da Block mit Currywurst und Bier. Es regnet Tropfen und hagelt Tore.
Fluppies Resume: "Gute Sache, so'n Fußballstadion".

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Flex führt sein Fahrrad Gassi und wir unseren Gast durch den Hamburger Regen.

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Das cash aus der Wettbar wird zwei Meter weiter in den Pennymarkt gebracht und erneut Szenenapplaus gegeben für die Charaktere auf den Brettern, die die Welt verbauen.

Zuhause erzählt Fluppy seinen Lieblingswitz:


Eine Nutte, eine Nonne, ein Holländer und ein Deutscher fahren in einem Auto. Nachdem sie wieder aus einem dunklen Tunnel herauskommen, hat der Holländer eine rote Wange. Was denken die einzelnen Leute?


Die Nonne: Er wollte die Nutte begrapschen, sie wollte das nicht und hat ihm ne Ohrfeige verpaßt.


Die Nutte: Der wollte mich begrapschen, hat die Nonne erwischt und sie hat ihm eine Ohrfeige verpaßt.


Der Holländer: Der Deutsche wollte die Nutte begrapschen, hat die Nonne berührt und diese mir ne Ohrfeige verpaßt.


Der Deutsche: Im nächsten Tunnel kriegt der Holländer noch eine...

Der Aru liegt ermüdet auf dem Bett und wird durch den Gedanken an eklige Studentenparties nicht munterer. Fl malt sich in Gedanken jungfräuliche Erstsemesterinnen nach seinem Bilde aus und verweist mit Nachdruck auf das spektrale Nachtprogramm. Ole kommt hinzu und spricht aus, was der Durchschnittsleser denkt: "Ihr seid ja versaute alte Säcke." Fluppy versucht einen neuen Witz: "Kennt ihr den katholischen BH?"

Der Part, der Fl und Aru zum Brüllen, Weinen und Schreien bringen sollte: "Und was machst du so? Sonst so?"


" ? Ich nehm keine Drogen."


"Is ja auch o.k.. Na ja, erst hab ich gedacht, daß ihr fixt."


"Wie bitte???"


"Na komm, du hast geschrieben, daß ihr paralysiert auf der Couch hockt und Miami Vice kuckt. Als ich das gelesen hab, hab ich gedacht: Die spritzen doch! Ich hab nichts gegen Spritzen. Auf der anderen Seite ist das auch interessant. Hab ich auch meiner Schwester gezeigt. Die meinte auch: 'Auf jeden Fall fixen die!' "


Zwischenfrage von Flex nachdem er wieder Luft bekommt und die Bauchmuskeln relaxiert sind: "...? Aru hat doch so Sachen wie daß er Medizin studiert in sein Profil geschrieben. Und da dachtest du, daß er fixt?"


"Ey, klar, ich hab mir gedacht, der is Medizinstudent, der kennt sich voll aus mit dem Scheiß. Weißt du, daß Fixen das Gesündeste ist, was du machen kannst? Wenn du Kokain schniefst, machst du dir deine Nase kaputt. Ich hab lange gebraucht das zu kapieren."

Emotionales. Fluppies 60-jährige Freundin aus Berlin. Freundschaften, Bekanntschaften, Gespräche. "Diese Nacht war unvergeßlich."

Emotionales pt.II. "Ahh, ich hab immer so Magenkrämpe. Die kommen immer wenn ich mal zwei, drei Tage nichts esse."

"Wie bitte? Zwei, drei Tage lang ißt du nichs?"

"Ja, ich hab schon seit Jahren kein Hungergefühl mehr."

Spe headz schauen sich staunend an und halten fest, daß wenigstens das Durstgefühl bei unserem Gast ungebrochen ist.


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"Heut morgen wollt ich mich am Kopf kratzen mit meinem rechten Arm. Dann konnte ich ihn nicht bewegen. Dann hab ich mit dem linken Arm meine Bettdecke weggelegt, dann konnte ich meinen Arm wieder bewegen. Dann hab ich mich gekratzt."

Emotionales pt.III. Berichtet wird von einem Hochhaus in Hongkong. Wir stellen uns nach eigener Aussage unseren Mann mit den langen Haaren und unrasiertem Gesicht auf dem Dach eines Hochhauses mit ausgebreiteten Armen vor. "Ich steh total auf Adrenalin."

Emotionales pt.IV. Fluppies Gastgeberin in Hongkong eine Chinesin. "Die war nicht hübsch... ich wollte nix von der... keine Ahnung was die wollte... ich wollte auch nur 2 Tage bleiben... wir haben alles zusammen gemacht... nachher war'n's zehn Tage...so auf freundschaftlicher Basis...wir haben uns auch gegenseitig massiert..."

Emotionales pt.V. Frauenshampoo. Unser Couch Surfer will wissen, wem das 'Frauenshampoo' im Bad gehört. "Ich steh da total drauf, find ich voll geil, ich benutz nur Frauenshampoo." Flex wird gefragt, welches Shampoo er benutzt, Antwort: Anti-Schuppen-Shampoo von El Vital. "El Vital is aber auch geil. Das Frauenshampoo davon find ich richtig klasse."
"Ich kann dir auch'n bißchen Geld geben. Ich hab's heut benutz. Hab dran gerochen und fand ich voll geil. Und dann hab ich mich damit eingerieben."


SPEktral steht wieder mal im All und Fluppy verschwindet im falschen U-Bahnschacht, weil er zu sehr in Gespräche mit seiner Schwester (Koks, H, Rosenholz) vertieft ist um den spektralen Wegweisern zu folgen. Auf dem Weg zur großen Kinderfeier zeigt sich der weibliche akademische Nachwuchs von seiner besten Seite: "Du dumme Schlampe, ich reiß dir deine Fotze auseinander!" Flex will Fotos schießen, aber traut sich nicht aus dem Schürzengraben und Aru erreicht die Feuchtgebiete per pedale.

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Wir betreten ein Unigebäude, das der Aru im Falle eines Atomkrieges nicht mal als Bunker benutzen würde, und greifen instinktiv zu unseren Vorratsfläschchen.

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Wie man weiß, erscheinen einem die Menschen im betrunkenen Zustand immer schöner und erträglicher. Nur bei Studenten mag das nicht so recht gelingen.
Fl und ich gehen zur Garderobe, wo ein Rock mit Stiefeln verzweifelt versucht, mit einer Plastikflasche ein Bier zu öffnen. 'Probiers doch mit deiner Zahnspange', denkt sich der Aru, "ich hab doch nen Öffner", sagt der Flex. Kokett werden uns blutige Finger als Resultat missglückter Flaschenöffnungen entgegengehalten, das Foto landet im Nirwana oder in Flex' privatem Wichsfigurenkabinett.
Der liebe Herr Kowski hat Blut geleckt und macht sich auf die Suche nach dem passenden Jungfernhäutchen. Patroulliert wird vor der Mädchentoilette mit einer Packung Kinderriegel als Köder.

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Foto ab 18


Fluppy kennt spektrale Übermenschen noch nicht lang genug um ihnen über die Schultern zu kucken und erzählt irgendwas von x+Weib. "Das ist ne sichere Masche." Fleckos Antwort: "Ich arbeite nicht mit Maschen, ich arbeite mit Schwanz." Der Aru notiert diesen Satz mangels Papierquellen auf der Rückseite eines Flyers zur Frauenlesbentransvollversammlung und denkt sich, daß Spektral eine permanent protokollierende Begleitung benötigt, für die nur ein Tintenfisch mit 20 Armen in Frage kommt.
Ich sauge tief die dreckige Raucherluft durch meine Kiemen und höre Flex mir aus der Leber sprechen: "Ich bin gefrustet, daß ich nicht vollkommen alkoholisiert bin und immer noch klar denken kann."

Der letzte Ausweg ist der Heimweg. Die Botschaft ist angekommen.

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Sonntag, 19. Oktober 2008

G-Punkt der Venus

Dopes Tagebuch,

zwei Tage Berlin ist wie zwei Jahre Heroin zum Frühstück - oder: "Das dritte Jahrtausend ist grade mal 8 Tage alt" (Adaptation Dr. Werner Lambert)


Aru an Board

7°° früh in einen LinienBus nach Berlin steigen ist eine der Sachen im Leben, die der normal entwickelte Mensch einmal tut um künftig mit einer aussagekräftigen Grimasse dankend abzulehnen. Der Aru wäre fast vom Hamburger Regenwind verweht, erreicht den ZOB (Zombies,Obdachlose,Berber) fünf Minuten vor Abfahrt und tauscht seine Schlafmütze gegen ein Ticket. Die Schlange reicht vom McDonald's bis zum Kofferraum und sorgt für ein wissendes Lächeln auf den Lippen. Die Ansage des osteuropäischen Busfahrers läßt mich erschrocken auffahren und befürchten ich hätte das falsche Mobil bestiegen und sei unterwegs Richtung Riga oder Vilnius. Erst beim Klang des Wortes "Nichtraucherbus" kann der Aru sich entspannt zurücklehnen und sich von seiner Sitznachbarin das Hinterteil gegen die Beine drücken lassen.

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Wenn der Postmann zweimal klingelt

Ich erreiche kurz nach dem Briefzusteller die Gaillard 21 und halte triumphierend das neue blog handy in den Schatten des Sonnenschirms. Mit dem Verweis auf die Pflichten eines Blogwarts erkläre ich Dr.Werner, daß unbewaffnet nie mehr als ein Fuß vor die Tür gesetzt werden darf und Cameras ab sofort noch vor Unterwäsche, Socken und Sonnenbrillen auf der Kleiderordnung stehen.


Die spektrale Fangemeinde des Böckiblogs in Berlin fragt nach letzten Abschiedsposts auf der heiß geliebten Seite: "Erler&Pless kann ja wohl nicht das letzte gewesen sein. Ne ordentliche Seebestattung sollte schon sein. Im world wide web."
Die Frage nach meinem neuen Mitbewohner beantworte ich mit dem Hinweis auf das von Ole in den Steindamm importierte NES. Dr.Werner zeigt sich fachkundig: "Das war die erste MPC."
MB gerät angesichts der Wochenendaktivitäten ins Schwärmen und überredet den Aru 21 Euro in hochkonzentrierten Abschaum zu investieren. Übermütig wird gar der Besuch der VIP-Party für schlaff hängende 45 Euro erwogen ("Ich hab grad ne BAFöG-Erhöhung bekommen"), in Anbetracht spektraler Unpäßlichkeiten jedoch auf nächstes Jahr verschoben und statt dessen noch eine Handseife, Duftmarke Orange, für 89 Cent erworben.


Theater Rote Grütze


Back in der Twenty One zwingt die Atemnot der Welt und das Gewicht der gekauften Chipstüten den Aru zum philosophischen Aderlaß. "Wie es wohl in so ner Chipsfabrik zugeht?"
Werner Marcuse versteht Chipstüte und antwortet zielsicher: "Na, wie es in einer Brezeltüte zugeht wissen wir ja. Das Salz wird abgerieben und fällt zu Boden. So eine line könnte auch jemand bringen, der beim Poetry Slam auf der Bühne steht, nachdem er zwei Gläser Rotwein getrunken hat. Vor Aufregung."
Der morgige Tag will nicht aus den Köpfen und landet dennoch auf der Zunge. "Ich will Meiuss sehen, wie er neben einem Pornostand hinter vorgehaltener Hand seinen Pfeffi schlürft."

Mein Blick schweift durch die Küche und bleibt an der Packung Kirsch-Joghurt-Tee hängen. "War die nicht noch aus der Kiautschoustraße?"
Stichworte treffen mitten ins Herz. "Ich hab heute unsere Vermieter angerufen und mafiös auf den Anrufbeantworter gesprochen. 'Hallo, Müller. Sie wissen worum es geht. Kiautschoustraße. Kaution. Mehr brauch ich dazu nicht sagen. Meine Nummer ist 01741712319. Rufen Sie mich unverzüglich an.'"

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Nachdem die Weinflaschen sortiert und der Pfeffi als Analgetikum für kommende Großereignisse zurückgelegt wurde, greift Dr.Werner tief in spektrale Schatzkisten und zückt etwas hervor, das Erotikmessen inklusive zugehöriger crowd in den Gliedschatten stellen sollte.

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Das Dargebotene läßt sich nur schwerlich in menschliche Sprache übertragen. Spe zückt Fernbedienung + Camera und extrahiert Ikonographien der Eskheit.


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Gehostet bei Pic-Upload.de Das Weib-der unerforschte Planet

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Gehostet bei Pic-Upload.de Spermium und Ei

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Gehostet bei Pic-Upload.de Die Geburt

Gehostet bei Pic-Upload.de Jeder Bauch mag wenn man ihn liebt

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Beim investigativen Zappen
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dann aber der schreckliche Verdacht, daß unschuldige Kinder sich nicht freiwillig perversen Spielen zur Triebbefriedigung infantiler Hippies hingegeben haben.


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Spektral ist entsetzt, verwirrt und erbittet seine zweiköpfige Heiligkeit um Rat.

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Landed on Venus

Der morgendliche Rundgang seiner Hoheit über die Prinzenallee am Tage der reitenden Leichen birgt Begegnungen mit Hinweisschildern und läßt einmal mehr zweifeln, ob die 21 Euro gut angelegt sind.

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Unterdessen wird der Aru auf subtile Art auf die kommende Fleischbeschau hingewiesen.

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Bewaffnet mit einer Ladung jungfräulicher Hi-8-Kassetten die Ringbahn bestiegen und ein Memorandum für Tomasz' Schneidezahn abgehalten. Ich frage den in Casu Sexmessen bewanderten und auf diesem Gebiet promovierten Dr.Werner ob der Pfeffi ebenfalls ein gern gesehener Gast auf solchen Zusammenkünften ist wenn er aus der Jackentasche lugt. "Ach was, die werden einen ja nicht gleich am Eingang betatschen und an den Arsch fassen."
Die letzte Weiche ist gestellt und führt die headz am Deutschen Kongreß für Orthopädie und Unfallchirurgie vorbei an die Pforten zur Hölle.

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Marcusbillion zückt die Kamera, der Aru zuckt mit den Schultern um letztlich ein paar picz im kollektiven Gedächtnis der Gesellschaft der Menschenfreunde zu verwahren. Erstbestes Motiv ist der Gummipuppen verkaufende Thomas G. Hornauer.

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"Die Tiere wundern sich längst über Menschen im Zoo"

GayArea, Fetischzone, Hobbynutten, Transvestiten, Silikonköpfe, Fesselspiele, Intimchirurgie, Flirtpubs, Buschfotzen, Peitschenhandel. Die schönsten Anblicke zwischen diesen Aberrationen sexueller Spielart aber zwei einsame Stände inmitten der Ständer.

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Der grüne Zaubertrank verliert angesichts der Gruselshow seine Wirkung.
Die Tränen trocknen, die Eindrücke bleiben.



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Der Aru beginnt angesichts der unleugbaren Tatsachen vorurteilsfrei über Eugenik, Geburtenkontrolle und Zuchthäuser zu sinnieren und kommt zu dem Schluß:
Man müsste jedem Menschen zeigen, wie er in diese Welt gesetzt wurde.

Spätestens bei Young German Girls Dominate Male Slaves kann man nicht mehr als den Peitschen den Rücken zukehren um nach Friedrichshain aufzubrechen und Glückwünsche von Faber und Flex zu überbringen.

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"Nippler, Contenance!"

Bereits der Gang durchs Treppenhaus verrät: Hier muß ein Wichtel wohnen.

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Wichtel begrüßt mich fast so freudig wie sein Ziehhund. Das gute Tier hört auf den Namen Nippler und benimmt sich dementsprechend. "Ich hab überlegt ob sein Körper irgendwelche Drogen produziert. Der is immer so drauf." Und der andere Hund? "Luna? Das ist das genaue Gegenteil, die Valiumvariante."

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Mir wird berichtet, daß eines Tages die Familie Wichmann nach Hause kam und die zerrissenen Windeln des Zöglings Len-Nikolai überall in der Wohnung verteilt vorfand. Die Hunde (d.h. Nippler, der Anstifter) hatten im Müll nach Essensresten gefahndet und dabei auf Grund ihrer Sozialisation als Assiwear-Maskottchen besonderen Gefallen an vollgekoteten Windeln gefunden. Nach getaner Arbeit seien sie dann auf den Balkon gezogen, um sich dort niederzulassen und bei Antreffen ihrer Herrchen zu ruhen. Zwischen ihnen die Schildkröte, der zwei Stücke ihres Körpers fehlten. "Wir dachten schon sie sei tot. Die ist wochenlang nicht aus ihrem Panzer gekommen, so traumatisiert war die."

Herr Wichmann von der GAS jedenfalls entsteigt jedweden Kampffahrzeugen und plant ein epochemachendes Werk in Buchform. Titel "Kundenservice in Deutschland". Auszüge gibt es probeweise vom Callcenteragenten h.c., der in Spanien für Philips den Kundendienst abwickelte während er in einem besetzten Haus dwellte, vor katalonischen Cops flüchtete und seine hochschwangere Freundin vor wilden Ratten beschützen musste. Ich verabrede mich mit Wichtel zur Frankfurter Buchmesse im nächsten Jahr und verlange zugleich ein Dokument der Spanienkalamitäten.

Mit solch einer Lunte in der Feder läßt sich noch nach Ladenschluß eine Pizza bestellen, ein Bier köpfen und Goldstaub in die Luft pusten, denn Berlin weiß:

Spektral: Kompetenz und Sicherheit, in Sachen Dopeness unerläßlich.

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Montag, 13. Oktober 2008

The Panther and the Lion

Dopes Tagebuch,

ich ging im Walde so vor mich hin, und nichts zu suchen, das war mein Sinn. Doch kurz bevor der Aru sich auf den Weg ins 3001 macht um Klaus Kinski die Ehre zu erweisen blinkt die couchsurfing message box.
Selma, eine sudanesische Schwedin aus Malmö, sucht für sich and her friend Rachid in einer als urgent titulierten mail eine Bleibe.

Hello thy grace! My name is Selma and me and my friend
Rachid is in a bit of a pickle as we are in Hamburg
without a place to stay. that was a bit unexpected so
we didn't have time to search couches earlier, but now
here we are and so are you so if you could host us
tonight that would really save us from alot of mental
exhaustion

Daß in a pickle sein, unexpected things tun und keinen Plan haben durchaus Methode haben, sollte der Aru in den nächsten Tagen zuhauf erfahren. Vorsichtshalber wird nachgeschaut, ob Rachid nicht vielleicht auch ein Mädchenname sein könnte, dann aber doch das o.k. gegeben und mit dem Hinweis auf momentane Unpäßlichkeit der Treff auf 91 Minuten später verschoben.

Jesus christ you really are a divine grace! we are just
by that station, sternchanze or whatever. we will go
now!


Beim beherzten Gang aus der U-Bahnstation fällt dem Aru ein ungleiches Pärchen exotischer Ausstrahlung in den Augenwinkel.

"Are you Selma?"

"Yes, I am."

"Do you know Klaus Kinski?"

Menschen starren vor Verlegenheit auf ihre Bongotrommeln.

"Does it cost money?"

"See you in two hours."

First things first und so müssen verplante Surfer, die den Gang ins 3001 nicht antreten wollten, sich in der Prioritätenliste brav hinter Aguirre anstellen und ihre Zeit wartend und händchenhaltend im Hamburger Szeneviertel verbringen.

Nach dem Abspann dann der gemeinsame Gang über den Steindamm. Zwei crack bitchez schlagen einem Penner das Bier aus der Hand. Unser Surferpärchen hält Händchen. Und lächelt.


Zu Hause wird sich nicht lange mit Vorreden aufgehalten: "I think that all people are crazy."
Selma entdeckt eine frisch aus den Bücherhallen versetzte DVD mit dem Titel "Der Untergang" und wird nicht müde zu betonen, daß dies ein großer Film sein muß. Ich stimme selbstredend zu und verweise auf verbotene Quellen der Eskheit aus vergangenen Tagen. "Forbidden? If you forbid something you are also a nazi."

Weisheiten dieser Art muß sich der Aru auf unbestimmte Zeit ("Can we stay here forever?") anhören. Zum morgendlichen Frühstück werde ich nach oates gefragt und muß mich als bekennender Fleischfresser outen. Barfuß geht es also über den Steindamm um in Türkenläden nach Haferflocken zu fragen und letztlich im LIDL (Loving Independence During Livetime) die Weltverbesserungsfantasien auszuleben. Allein die Vorstellung versüßt dem Aru das anschließende Körnerfrühstück um ein Vielfaches.

Die sich an das Morgendmahl anschließenden 5 Tage sollten durchaus als mehr als esk zu bezeichnen sein und Reminiszenzen an den im Hanffeld verschollenen Nino (Rest In Piece) bieten. Verkiffte Lebensbilder meet paranoide Verschwörungstheorien und infantile Provokationen.

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Während der Okkupation verwandelt sich der Steindamm in ein Trommellager, das seine Wirkung im Drogen- und Nuttenviertel nicht verfehlt. Angelockt von dumpfen Klängen, die doch wohl Kunst sein müssen, startet eine einwandgeile Casting-Milf Konversationsversuche via Fensterscheiben. Gerade rechtzeitig eilt der Aru herbei um dem revolutionären Kunsttrommler zu erklären, daß es sich nicht um genervte Nachbarinnen handelt, die die Kochschürze als weiße Fahne hissen und das Ende der Drumhandlungen verlangen, sondern scheinbar erste Fans respektive Groupies gewonnen wurden. Man trifft sich in der Eingangstür um Schmeicheleien über sich ergehen zu lassen. Die Casting-Milf heißt Roschi, sucht verzweifelt echte Künstler für nicht näher erläuterte Events und schleudert ihre Phone Number durch die Gegend. Unser Full Time Trommler zeigt sich wenig berührt und erklärt er habe schon eine Band mit seiner Freundin. Ich frage erstaunt, was seine Freundin denn in der Band macht und er erklärt: "She sings while I play the bongos." Der Aru denkt, was er in solchen Momenten immer denkt und läßt den großen Zeh kreisen. Die Milf drängt auf Auftritte auf großen Bühnen, down to earth artist Rachid erklärt, er wohne aber gar nicht in Hamburg und zeigt so viel Interesse an den Milf-Plänen wie ihm die englische Sprache eben erlaubt. Roschi versucht das Schlüpfrige handfest zu machen und fragt, wann er denn das nächste Mal in Hamburg sei; des Arus Gehirn kann nicht anders als erläutern, dass er selbst das von allen Menschen auf der Nordhalbkugel wahrscheinlich am wenigsten wisse.

Während der obligatorischen Hamburg Tour stellt sich der EDEKA am Eppendorfer Marktplatz als die Attraktion heraus. Ritter Sport Schokolade verzaubert die Sudanesin und läßt Diskussionen über Arbeitsbedingungen und Weltwirtschaft ein paar Schmatzer lang verstummen. Glückselig wird dem Aru erklärt, daß vor allem die quadratische Pfefferminzschokolade es der kleinen Rebellin angetan hat. Der Aru versteht die Zeichen der Zeit und verweist auf Künstlerisches in schmalen Flaschen.


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Des Arus Arbeitszeit verbringen die beiden Cineasten mit dem für sie wohl passendsten Schatz aus der spektralen Tape-Kiste. Barry Lyndon sorgt möglicherweise für so etwas wie Verwunderung, Erstaunen oder auch nur Langeweile und Stanley Kubrick erfährt im Grabe die Gewissheit warum er diesen Film überhaupt gedreht hat. Der Aru zieht zielsicher ein zweites Tape und überreicht mit Empfehlung des Hausherrn die Masters of Russian Animation. "What is this? Oh, I read Russian Annihilation..."
Ich spreche Selma aus einer Mischung aus Interesse und Mangel an alternativen Gesprächsthemen auf ihre Band an. "It's me and Rachid. We are a real band. We also have a name." Jetzt will der Aru es genau wissen und erhält die Antwort, die ihn bis an sein Lebensende verfolgen wird und die Pointe dieses Posts vorwegnimmt: "The Panther and The Lion."
Das Warten auf die Ankunft des Herrn Kowski wird mit Plattendiggen zugebracht, man findet, was man finden wollte. Die ersten beiden Weltenbummler, die diesen Namen zurecht tragen, machen sich's derweil auf des Arus Matratze gemütlich und hinterlassen als Erinnerung ihre Fußspuren an der weißen Wand.

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Am nächsten Morgen anvanciert das Gästezimmer zur Bastelstube, Vorbereitungen für die kurzentschlossene Abreise werden getroffen. Der Aru verabschiedet seine beiden Kuckuckseier und schiebt sie Doctor Werner Lambert unter die Fittiche. Dafür an dieser Stelle noch mal Entschuldigung.


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