Samstag, 15. November 2008

Schokoschnuten & Katzenzungen

Dopes Tagebuch,

was ein Steindamm in 48 Stunden so alles erleben kann ist schon bemerkenswert.

Freitag 21:30. Blaze & Strange klingeln an der Tür. Im Gepäck ein Spiegel, ein Kostüm und die Königskrone.
Das Blitzlicht des Fotoshootings erhellt den Steindamm und Beef zum Frühstück erhält das front cover, das ihm gebührt. Die Pornos im Hintergrund (Lakritzschnecken, Geschenk von 190bpm) untermalen in bewährter Spektralmanier das Ambiente. King Blaze wird dem später hinzugeeilten Couchmaster Flex erklären, es laufe grad visuelle Konzeptkunst namens "Schokoschnuten, oder so".


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Fl schaltet sich per mobile phone dazu. Der Plan den Professor in der Jazzgalerie abzufangen wird fallengelassen und statt dessen die Suche nach einem Blaze Girl forciert.
"Flex, bring mal irgendne Fotze mit, wir brauchen noch ein Blaze Girl zum an die Leine legen."
Schlechte Nachrichten aus dem Harkortstieg. "Die Fotzen sind ausgestorben."
Entwicklungen nehmen ihren Lauf und zwingen die vier Mann Cru zur ultima ratio. Juraparty Audimax. Man will King Blaze davon überzeugen, im Königsgewand auf die Jagd nach Hurensöhnen und Hurentöchtern zu gehen. Der König dankt ab. Überredungen schlagen fehl. "Blaze, wir bauen dir auch ne Sänfte und tragen dich dahin." No way, für die Jagd wird die Blue Jeans in Marine angelegt und die Krone in der Sporttasche verpackt.

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Die nächtliche Bahnfahrt sorgt bereits für Unbehagen und läßt im Aru Zweifel aufsteigen, ob die vier headz tatsächlich ihren Ekel überwinden und die Hurensohnparty entern. Zweifel berechtigt, eine millionenfach gewachsene und evolutionär berechtigte Emotion legt man nicht so schnell ab wie ein Königskostüm.


Dolle Ecke



Blaze und Flex passieren im Stechschritt das Festival der Wackness und flüchten sich ins Hafenklang. Strange und Aru können sich dafür nicht recht motivieren und ziehen die heimische Matratze vor.
An der Wohnungstür unliebsame Überraschungen. "Ich kann den Schlüssel nicht umdrehen."
Das Unerklärliche wird auch nach einer halben Stunder der Perplexion nicht fassbarer. Man schlendert konsterniert und zutiefst entsetzt über den Steindamm, die Hotels (Kieler Hof, Bremer Hof, Lübecker Hof) laden mit ihren 33 Euro für 6 Stunden Schlaf nicht gerade ein, Aru stottert im fünften Anlauf Flex' Nummer aus dem Gedächtnis zusammen und kündigt an, daß das Hafenklang diese Nacht doch noch prominenten Zuwachs erhalten sollte.


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Nach einer Ladung Grassroots, Lootpack und Saxophon zum Anfassen Uhrenvergleich. Die Zeiger stehen auf Heimweg und SPE stolpert über feinen Bäckerduft morgens um 5.

Image Hosted by ImageShack.us "Besten Croissants in ganz Hamburg"

Flex steigt hinab in die Schatzkiste und kommt nach einer halben Stunde wieder mit einer Bierpalette frischer Croissants hervor. Des Arus Blase drückt und nötigt ihn zu proletenhaften Auftritten an jung gepflanzten Bäumchen und Blaze & Flex spielen Katz und Kater.


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In der Buddhistenküche laufen Präparationen und die dampfenden Croissants wollen mehr getunkt und überlaufen als geschmiert werden.
"Er hat nicht gesagt, die besten Croissants aus ganz Altona, er hat gesagt aus ganz Hamburg."

Image Hosted by ImageShack.us von Raven

Blaze und Strange erleiden ihren Jetlag, da in Rinteln die Uhren anders zu gehen scheinen, und verabschieden sich fürs Erste. Auch für Flex rückt die Stunde der Wahrheit immer näher.

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Die altbewährte Küchenrunde fördert Erstaunliches zu Tage. Das Philosphische KZ verschmerzt den Abgang von King Blaze ("Wir brauchen keine Wissenschaft, nur n dicken beat, der kracht") und Strange ("in da hood") und macht es sich bequem um acht Uhr morgens.
Das Abschaumpaar Sarah Connor und Diego eröffnet die Runde und wirft Fragen auf, die man am liebsten nicht beantworten möchte.
Was relativ harmlos beginnt ("Werder Bremen sinkt grade unglaublich herab in der Gunst der Menschheit") wird zum Spielfeld für Fouls und Faltentiere.
Psychopathia sexualis, oi oi oi. Freud im Cypher. Die Welt als Pimmel und Vorstellung.
Fl erwähnt seine ungefickte und unfaßbar dumme Mitbewohnerin (München), die sich gewissermaßen vor Unbefriedigung auf dem Boden wälzt und allem was Schwanz und Namen hat anbietet. "Wenn Frauen so wahnsinnig läufig sind, find ich das absolut ekelhaft. Wenn die so feucht sind, assoziier ich das irgendwie mit Blut. Da denk ich mir: Die blutet aus der Fotze."

Drei Stunden Dirty Talk, in sich konsistent. Der Rote Faden-ein vollgebluteter Tampon.
"Ich liebe ja Titten und geh mit Titten hart ins Gericht. Die Titten verwöhn' is die halbe Miete. Schreib das in den blog."
Der Aru überlegt ob Fl als Kind in einen Topf mit Zaubertrank (grün, klebrig, schmackhaft) gefallen sein kann und greift sich rosafarbene Notizzettel.
"Wenn du ne blonde bitch hast, die ihren Arsch an deinem Penis reibt, dann wird er halt hart."
"Der Arbeitsbegriff wird verblendet verwendet."
"2003 war ich noch nicht der Mensch, der die Initiative ergriffen hat, wenn ne Frau ihren Arsch vor seinem Penis in Position gebracht hat."
Der Aru muß kacken und der Toilettengang markiert die Zäsur. Halbzeit.
Der zweite Teil der Confessiones ist nicht weniger ill und ganz im Sinne Jerry Tilitz' ("and the best is yet to come.").
Flex erzählt von Theologiestudentinnen, die nach 5 Gesprächsminuten gefickt werden wollten und erinnert bizarre Szenen. "Dann hat sie sich auf meinen Schwanz gestürzt und ihn geblasen. Ich war so perplex, daß ich ihr sofort ins Gesicht gespritzt hab. Ich hatte dann auch das ganze Sperma aufm Bauch. In dem Moment ruft mich Faber an und erzählt mir, daß er mich im Kicker Tippspiel besiegt hat. Und dann hab ich 10 Minuten mit Faber telefoniert, während sie sich mit ihren Haaren in mein Sperma gelegt hat. Ich hab nur gedacht: 'Hä, was macht die'n da?' Dann wollte sie noch gefickt werden, aber ich hab gesagt, nö wieso, ich hab doch schon abgespritzt. Dann hab ich ihr noch die Kondome da gelassen als Pfand und dann bin ich gegangen."
Nach einigen Momenten des Innehaltens (Flex) und des Bauchhaltens (Aru) dann der Satz: "Scheiße, die hätte ich zu ner richtig schönen Sexsklavin machen können."
Zum Abschluß läßt Fl den geneigten Steindammleser mitträumen.
"Lebensziel: Bester Freund werden mit einem geilen lesbischen Pärchen und dann den Schwanz auspacken."
Die Eieruhr zeigt 10:30, Flex Resümee vorm zu Bett gehen: "Jetzt hab ich aber Bock auf Sexsklavinnen."
Aru äußert Bedauern und Beschämen, daß der philosophische Küchentalk im Harkortstieg des Lebens es noch nicht ins deutsche Frühstücksfernsehen geschafft hat.
Flex' letzte Punchline für die nächsten acht Stunden: "Ach, dieses deutsche Volk, das müsste schon mal richtig durchgefickt werden."


Junge Adler und alte Kätzchen

Blaze, Strange und Aru bequemen sich nach dem Aufstehen am späten Nachmittag in die Bahn und versuchen in den des nachts noch verschlossenen Steindamm zu gelangen. Wie von Zauberhand paßt diesmal der Schlüssel und tut das, wofür er gezeugt wurde. Gedreht werden.
Oles Erklärung dafür, daß er nachts den Schlüssel stecken ließ und damit die Schwelle zur Tür unpassierbar machte: "Ich war komabreit."
Die Cru bringt das Mic in Stellung, Bernd das Brot wird durch den Remixwolf gedreht und gespittet wie nichts gutes.

Image Hosted by ImageShack.us "Alle Hände hoch"

Blaze Fire Rhymes zuviel für des Arus betagten Mixer. Der Mic-Eingang wird eingedrückt und Mastermind Aru versucht die Situation den Mcs zu erklären: "Die Fotze ist explodiert."

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Der Rauch verzieht sich, Fassungslosigkeit füllt den Raum. Die beiden Rapper sind geschockt, die Schokoschnuten traurig.

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Blaze tauscht das Mic gegen die Fußballschuhe und erliegt den Verlockungen der runden Pille.
Doch der Steindamm never sleeps und Flex füllt die Lücke der beiden Mic Crusher wenig später ehrenvoll aus. Durstige Mäuler entdecken in der Wüste Fläschchen bislang unbekannten Inhalts.

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Zwei geschenkte Proseccoflaschen die einzige Wasserquelle im Land der heißen Triebe. In Anbetracht des Abendprogramms (Nazi-Propagandafilme aus den 40ern im Metropolis) ist für Flex die Sache klar: "Darauf kann man schon mal mit ner Flasche Prosecco anstoßen."

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Die ersten Blubberblasen des eingeschenkten Pißwassers haben noch nicht die Oberfläche erreicht als der Aru einen flexischen Salto Mortale in der Küche vernehmen kann. "Eeeeeeeesssssskkk!!!!!"

"41-jährige brasilianische VIP-Flugbegleiterinnen wollen 'meine Couch' surfen."

Image Hosted by ImageShack.us "Orange Urlaub"

Der Aru überlegt sich ob Hurensohngesöff in Spektralgehirnen perverse Halluzinationen evozieren kann und begräbt sein Gesicht in den Händen. Wir lassen den Teufelsdrink stehen und stellen zur Beschwörung eine Flasche Pfeffi daneben.
Das Metropolis rollt den roten Teppich aus und gibt zu verstehen, daß der Steindamm jederzeit in der Lage ist ungeahnte Tiefen zu offenbaren. "Schon esk, daß diese ganzen Rentner aus ihrem Ohlsdorf auf den Steindamm fahren müssen um mal wieder Nazifilme kucken zu können." Der Aru vergißt wie immer in solchen Situationen Kugelschreiber und Diktiergerät: "Das wird Gehirnjogging." Flex Gedanken eilen der Gegenwart voraus und beschreiben das nahende Un-Heil. "Wenn die Uschi morgen um 11:00 fliegt, dann muß die um 8:oo aufstehen, wenn meine ganzen Mitbewohner zur Uni gehen. Das wird groß, dafür muß ich dann morgen mal um 8:00 aufstehen um mir das anzukucken."
Flexstradamus hat wiederholt aufmerksam sein Horoskop gelesen. "Egal was passiert, das beste ist, daß die morgen um 8:00 ausm Haus is."

Bizarre Cinema dann auf und vor der Leinwand. Vorbehaltsfilme erfordern eine erläuternde Einführung und eine anschließende Diskussion. Damals vierzehnjährige Hauptdarsteller reichen die Rhymez nach, die nicht mehr auf die Filmrolle gepaßt haben. "Im Bunker kriegt jeder Gefühle."
Große Kommentare zu "Junge Adler", einem propagandistischem Unterhaltungsfilm mit Belehrungsfunktion. "Ja, wenn die Lehrlinge die Produktion übernehmen, dann kann das ja nichts werden mit dem Endsieg." Word, Spe zeigt sich geburnt und erhält Anrufe vom Taxifahrer unserer VIP-Surferin.
Beim Verlassen des Wagens sieht man erst einen Stiefel auf dem Gehweg und dann lange nichts. Menschen begrüßen ihre Hosts und geben den Takt vor. "Hast du eine warme Couch? Enttäusch mich nicht..."
Der Prosecco steht nach wie vor auf dem Tisch, zeichnet die 101 als Showbar mit Varieté für Eskheiten aus und macht die Mäuler wäßrig. Menschen versuchen sich bereits beim Stiefelausziehen an "armenische Edelmenschen" zu schmeißen und halten sich verzweifelt an Flex' Koteletten fest. Nach kurzer Filmkritik zum neuen JamesBondFilm ("Nur noch BangBangBang, keine Technik, kein Sex") der Flugschlampe, die normalerweise Elton John und George Michael begleitet, werden Arme getätschelt, Haare gestreichelt und Bäuche abgetastet. Der Aru geht vorsichtshalber den Schwanz waschen und läßt Fl mit seinem Schocksal allein.

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Mit dem Proseccoglas in der Hand wird ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit gehalten. Der Aru kann nicht viel mehr als esk ins Portugiesische übersetzen und sehnsüchtig auf die Pfeffiflache zu schielen.
Madame überwindet nach viel zureden die Fotze in der Bitch und genießt ihren ersten Peffi des Lebens.
Während der Toilettenpause wird hart gefeilscht auf dem Basar. Flex versucht mir seine Surferin unterzuschieben, der Aru lehnt dankend ab und wünscht Fl viel Kraft für die Nacht. "Was soll ich denn mit der machen? Die frißt mir doch den Schwanz auf."
Dem Aru reichen bereits Verabschiedungen, bei denen durchs Haar gefahren und über die Wangen geleckt wird. Als Gastgeschenk erhalte ich einen Vivil Tropenfruchtbonbon unter der Bedingung ihn nicht ins Billy Boy Kondom zu stecken.


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Der Aru macht sich noch am nächsten Tag Sorgen und denkt beunruhigt an die konsumierten ILSA-Filme. Abends dann die Erlösung in Form flexonischer mails.


also erstmal soll ich von madame darauf hinweisen, dass ich "deinem freund erzähle, dass wir nicht miteinander geschlafen haben!". das ist aber nicht nur ihr wichtig, sondern auch mir. mehr kann mamacita II allerdings auch gar nicht an positivem mitnehmen aus der nacht, hat sie doch mit allen erdenklichen mitteln versucht fls hulky herauszukitzeln. wirklich esk. nachdem sie mir noch was zu essen gekauft hat wollte sie unbedingt noch wein trinken ("wo ist der wein?" - mehrmals). nachdem ich in der kurzen toilettenpause ihrerseits die chance ergriff und mich schlafend stellte, meinte sie mich aufwecken zu müssen um mir ihren fast nackten körper zu präsentieren. string tanga und knappes top. mehr war da nicht. schaute man sich so an ihrem körper hoch ging die reaktion von wohlwollen ja aber schnell über zu kotwollen. also einfach weggedreht. die letzten versuche dann bei lichtaus. "mir ist so kalt hier allein", "du hast aber ein großes bett, da kannst du bestimmt toll drin schlafen.", "ich habe angst im dunkeln und komme irgendwann rüber zu dir damit du mich aufs klo bringst.". folgedessen konnte ich kaum pennen, weil mich angstträume von antilopesken übergriffen verfolgten. alle 2 stunden war ich für ne stunde wach. glaube allerdings auch, dass der ekel-sekt daran nicht unschuldig ist.

heute früh dann betete ich zu gott, dass meine mitbewohner weg seien / sie nicht sehen würden. waren alle da, damn, gottverdamn it dachte ich. einer hat sie auch gesehen glaube ich, spannend bliebt natürlich wer. hab ihr dann den badbesuch verboten, schnell nen taxi gerufen und sie schleichend zur tür gebracht. draußen noch einen besito + "wir telefonieren" eingeheimst und weg war sie. alter war ich froh. alter hab ich mich geschämt. oh mann oh mann....


Die Gefahr scheint gebannt, der Schwanz in Sicherheit und die Dämonen in die Flucht geschlagen. Doch Vorsicht, Flex: Katzen haben bekanntlich sieben Leben...

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Freitag, 7. November 2008

Pumeister

Dopes Tagebuch,

meine Matratze hat eine kleine Geschichte zu erzählen und die geht so:

Nach den Turbulenzen und Exzessen der letzten Wochen (Bitchtiere, Lesbinnen, Jungfrauen, Couch Babies) schreit des Arus Schlafunterlage nach Auszeiten und Rekonvaleszenz. Nichts scheint geeigneter als die Aufnahme zweier unscheinbar anmutender Jungsurfer, dem Maly und der Coco.
Telefonate zu später Stunde sind die Vorboten der sich anbahnenden Eskheiten, No-no-Wörter wie Servus und Gell sorgen für flashbacks und bewirken, daß dem Aru die Pfeffermühle in die Pfanne fällt.
Die Abendrunde wird bestimmt von Bratkartoffeln und chinesischer Medizin. Der Maly berichtet von Akupunkturkursen, für die er jeden Monat nach Hamburg pilgert. Da chinesische Medizin ein hartes Los und noch härteres Brot ist, muß unser Mann mit den literarischen Anwandlungen ("Wenn ich Böll lese, muß ich immer ne Zigarette dabei rauchen") frühzeitig den Schlafplatz aufsuchen um am nächsten Morgen im Hamburger Junkieviertel Nadeln zu setzen.



Die Büchse der Pandora-ein halber Liter Holsten



Der Aru bietet dem weiblichen Teil des Gespanns an, mit auf die Privatparty eines Kommilitonen von Flex zu kommen. Menschen fragen, ob solche Unternehmungen zu fortgeschrittener Stunde lohnenswert seien und verlangen Garantien. Der Aru fragt sich, woher er sowas nehmen soll und zieht das Nb rhymebook über die Netzhaut ("Du klebst an mir, doch ich hafte für gar nichts, so richtig wach werd ich erst wenn es Nacht wird").
Schließlich geht es zu dritt (Aru, Coco, Merlot) auf die Suche nach studentenbesetzten Hochhäusern, die auch um ein Haar den Flex verschluckt hätten.

Coco, Neustudentin aus Schwul Cologne, erzählt etwas von exotischer Gesundheitsökonomie und davon, dem Aru in übergeordneter Position Befehle erteilen zu können. Der Aru lacht herzhaft, daß der Penis vibriert und fragt ketzerisch, wie denn das Leben in der Karnevalsstadt so sei.
Reflektorisch wird die diabolische Trias Köln, Frankfurt, München erwähnt, Coco legt ein umfassendes Geständnis ab und bekennt sich zu ihrer Herkunft. Der Aru kneift Augen und Pobacken zusammen und sieht sich mit Schwierigkeiten konfrontiert. Die Weinflasche hilft weiter und fordert dafür später ihren Tribut.

Im 15. Stock hat Fl es sich bereits mit seinem Couchgirl auf dem Fußboden vor der Tür zur Tanzgemeinschaft gemütlich gemacht und klammert sich verlegen an eine Sektflasche, die die letzte Alkoholquelle darstellt.

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Auf dem besten Posten verbleibend konnte bereits einer der great characters des Abends erspäht werden. Alte Nachbarn verkleiden sich als Lustmolche um eifrig und unnachgiebig einem chinesischen Duo nachzustellen.

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Fl tauscht seinen Surferin (Brasilianerin auf Hawaii) gegen die Pfeffiflasche, Aru sorgt für die Notladung Bier und sieht sich spontan der Essensportion aus dem Kochtopf einer alternden Senegalesin gegenüber. Der verfrühte Faschingsstreich oder verspätete Aprilscherz verbrennt dem Aru die Mundhöhle und muß mit nichts geringerem als Elefantenbier gelöscht werden.

Image Hosted by ImageShack.us "C'est toxique y dangereux, mais la saveure est bonne"

Besagte Menschen bringen nicht nur "Farbe ins Spiel" (O-Ton DRK-Erste-Hilfe-Leiter), sondern auch den Whiskey gleich mit. In bewegten Worten wird von den über die ganze Welt verstreuten Kindern geredet, die Peffiflasche entwendet und als Höhepunkt ein buntes Kostümfoto in die Runde gehalten. "Can you imagine that this is me?"


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Um uns herum beginnen bereits die Räum-und Bergungsarbeiten, die Sonne zieht sich noch mal ins Univerum zurück und Moralpolizist Flex paßt auf, daß niemand der Freundin des Gastgebers zu nahe rückt.



Am Fuße des Hochhauses fragt Fl, ob der männliche Gefährte der Couch Surferin ihr Freund sei. Geantwortet werden eske Ausführungen über Verträge und ähnliches. Flex fragt: "Und was ist mit Gefühlen?" "Gefühle gibt es nicht." Fl zeig sich gerührt und macht nach dem Fahrrad (Pandora vs. Lolita) und der Pfeffiflasche den dritten Heiratsantrag des Abends.

Am Bäckerstand vor der S-Bahn treffen wir eskerweise auf unseren legendären Oi-BigBang Auszugs-Punk ("Selber Schuld. IHR habt euch auf den Punk eingelassen"). Flex fährt die Flügel aus und ich springe eine Station früher aus der Bahn in der Hoffnung, so dem sich anbahnenden Kater zu entgehen.

Der nächste Morgen beginnt mittags um eins und verspricht alles Mögliche, nur nichts Gutes. Des Arus Kopf fühlt sich an als hätte man die Flasche Grünen Goldes nicht getrunken, sondern auf dem Schädel zerschellen lassen. In der Hoffnung auf Linderung treibt es den Aru auf den Steindamm, die Fratzengesichter tanzen Polonaise vom Casino bis zur Moschee.

Die Tour führt vorbei am Arier Juwelier, der Wettbar und dem LIDL, haufenweise Weinflaschen rollen übers Laufband. Der Aru schreitet vorüber und freut sich, daß der Herr im Himmel ihn mit einem Gehirn mit Schmerzzentrum versehen hat. Die Zeichen spiritueller Hingebung erreichen ihren ersten Höhepunkt als der Aru sich erstmalig auf dem Steindamm (Ecke Hansaplatz) entleert. Grüne Reste.
In der 101 wird ein mageres Reanimierungsprogramm gestartet um den Profi-Hustler wieder arbeitsfähig zu machen. Nach kühlen Tüchern und warmen Bädern dient anschließend ein Kindergeburtstag der Ausnüchterung. Sogar das Lächeln kommt rechtzeitig zurück, mit zwei Stücken Dextrose in den Pausbacken gegen den Glukoseabfall ist der Aru on point wieder clean.

Back im Hood warten die nächsten nicht minder schönen Stories. Ole hat sich überm Waschbecken die Haare geschnitten und den Hinterkopf auch trotz Spiegel und Yoga-Imitationen nicht erreichen können. Also schnell auf zum Barber um die Ecke. "Geld, Handy,...", nur der Schlüssel sollte es im Eifer des Gefechts nicht mit auf den Steindamm schaffen.
In den Katakomben der 101 (Cash, Stiffs, Drugs) werden die Utensilien für die operation open front door aufgelesen, für die Oles inzwischen eingetroffener Kollege Pate steht. Nach einer Stunde erscheint ein Nachbar auf der Bildfläche um den beiden Panzerknackern kurz höflich zu grüßen. Schließlich gelingt das Unfaßbare mit einer durch den Briefschlitz gewinkelten Stange. "Wir waren laut."

Der Aru macht sich des Abends an pures Fett in Form von Eßbarem. Verbunden mit dem Vorsatz in näherer Zukunft nur noch Sauerkirschnektar zu trinken.



Für den samt Couch girl eintreffenden Flex kein Grund den Guttemplern beizutreten. Die Weinflasche in der Hand werden weibliche Gäste in die Pflicht genommen: "C'mon, it's the drink of the gods and women."
Die Leere


Auf dem Bahnsteig verfaßt Fl bereits übereilig eine mündliche reference für Couchsurferin Coco. "Du wirkst immer so autoritär. Auch mit diesem blau-karierten Mantel. Vor allem mit diesem Schlitz da. Außer vorhin, als du auf dem Bett lagst, da warst du nicht autoritär."


Flexstradamus hat entweder einen Glückskeks in der Weinflasche verschluckt oder sich die Brillengläser mit Pfeffi geputzt.

Image Hosted by ImageShack.us "Besonders mit diesem Schlitz da"

Der Weg zur Meile mit Weile macht noch einmal deutlich, daß Hamburger U-Bahnfarten etwas anderes sind als die Nutzung Kölner Omnibusse oder das Reiten auf Kühen in Olpe.


Flex' erste Amtshandlung auf der Reeperbahn ein konditionierter Reflex. "Ich muß mal kurz pissen." Und das nicht zu knapp.

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Mit Betreten der Reeperbahn drängt die junge Münchnerin zunehmend ins spotlight und avanciert zur Protagonistin auf Zeit. Inmitten der reeperbahnenden Eskheiten wird plötzlich innegehalten und ein Monolog epochalen Ausmaßes in perfektem Ambiente vorgetragen.
"Ich hab heute einen vollkommenen Menschen getroffen. Er war über vierzig und hat eine Tochter in Amerika. Wenn sie wieder zurückkommt wird er sich bereits umgebracht haben. Er wollte, daß ich ihr schreibe wie ich ihn zuletzt erlebt habe. Dieser Mensch hat einfach nur verstanden. Die ganze Leere. "
Der Aru zeigt mit dem Finger auf Susis Showbar.

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Vor den Pforten der Herbertstraße dann Moralanwandlungen. "Ich muß da nicht durchgehen. Ich kann verstehen wie man sich als Frau da fühlt."
Der Aru fühlt vor allem Müdigkeit und Misanthropie.

Leckereien


Back im Steindamm wird der Kakao gerührt und die Geschichtentrommel geschüttelt. Die Coco erhält ein mündliches abstract über Oi-Haus und Böckmannstraße mit einem Verweis auf die Bände 2 und 3 der Spektralmemoiren.
Auf der Isomatte versucht der Aru Ruhe und Entspannung zu finden, Kräfte zu bündeln, um am morgigen Tag in alter Frische den Zombiekannibalen in die Orbita zu schauen.

Lediglich die junge Couchsurferin hat den St.Paulianerinnen scheinbar zu intensiv auf die Bauchtaschen geblickt und benutzt den schlafenden Akupunkteur als männliche Gummipuppe. Die Dunkelheit des Raumes wird gefüllt von schmatzenden Leck-und Lutschattacken. Constellation Funk, Bizarre Cinema vorverlegt auf drei Uhr nachts. Der Aru schaut auf seinen Penis herab und der Penis schaut auf den Aru herab.

Vertragspartner werden genötigt ihren Verpflichtungenn ungeachtet der Umstände nachzukommen. Doch gegen weibliche Lüsternheit ist auch kein chinesisches Kraut gewachsen. "Ich muß morgen um 9 raus." Der erste Akt des Lustspiels endet mit einem Seufzer, einem Schnarcher und einem in den Schlafsack geflüsterten 'esk!'.
Große Show, denkt der Aru und rollt sich auf die Seite. Der Versuch, Bettruhe auch auf dem kahlen Boden zu halten, mißlingt erneut. Unersättliche Studentinnen haben scheinbar den richtigen Appetizer gefunden.

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Der Tatsache bewußt, daß die Bühne der zelebrierten Eskheiten ebenfalls nur einen Katzensprung entfernt ist, räumt Kavalier Aru im Geiste der Tradition des Klosters Santa Aruschan das Spielfeld um Couch Squirtern ihren Raum zu lassen. Mit einer Hand voll Schlafsand wird um fünf Uhr morgens der Teig für den lang erwarteten Kuchen gerührt und beim anschließenden Spaziergang der Steindamm hochleben gelassen.
Zurück im Revier grüßen der belegte Kuchen und die garnierte Matratze.
Im Angesicht des Tageslichts macht sich beim Aru beim Betrachten der ineinander verknäuelten Gliedmaßen Fremdscham am Horizont breit und führt zur erneuten Flucht in die Küche.
In der bereits zwei von Oles Kollegen warten und überlegen, wie sich 1er BMW zu 2er Golf verhält. Ole liegt darnieder (Zuviel Wodka? Zuviel Deichkind?) und die beiden Stehaufmännchen liefen bereits erfolglos durch Steindammhotels auf der Suche nach Brötchen ("zu teuer") . Größtes Problem ist der fehlende zweite Kochtopf, der noch mit Kuchenteig belegt ist.

Image Hosted by ImageShack.us Im Glanze dieses Glückes

Fragen machen die Runde, ob die Soße auch so zu den Nudeln gekippt werden kann. Der Aru erlaubt sich den Hinweis, daß Menschen, die schwarz-rot-goldene Textilien auf der Haut tragen, auch Nudelwasser pur trinken können und bietet den frisch getopften Kuchen an.
Last Exit Fischmarkt. Ohne Schlaf, dafür geburnt von den eigenen vier Wänden, ist die Szenerie vergleichbar mit einer Mondlandung im Olympiastadion. Was würden wohl die Affen sagen, wenn sie wüßten, daß wir von ihnen abstammen?



Nach einer Odyssee der Schlafunterlagen (Boden, Stuhl, geclearte Matratze) ruht der Aru sanft und lädt Gentleflex zum Fünf-Uhr-Tee. Der Fl nicht gut zu bekommen scheint. Wie aus heiterem Pimmel erklärt Mr. Kowski ohne Vorwarnung, daß eine seiner Traumfrauen eine Friseurin aus Wuppertal bei Oli Geißen war. "C'mon, du hast auch gesagt, daß du die heiraten würdest."
Der Aru verlegt sich auf weniger abwegige Vorstellungen und unterbreitet dem Flex, daß er im Falle einer Präsidentschaft (Germoney, Aruba, Spektralinsel) einmal im Monat sich sein Volk zu Plaudereien und philophischem Geschwätz an den Kamin schalten ließe. Erstmalig realpolitische Visionen gebührenden Ausmaßes. Man rührt in der Milchschokolade und liest im Kaffeesatz.

CS sollte weltweit verpflichtend eingeführt werden, denn die Menschheit gehört auf die Couch.

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Samstag, 1. November 2008

Horror vacui

Dopes Tagebuch,

nachdem der Aru sich also fühlte wie bei Oli Geißen auf'm Sofa ("Ergebnis: Negativ") lädt ihm der flex die nächste Fuhre auf die Matte. Die entsetzte Reaktion des Aru auf das CS-Profil

"> 'i am a funny person'
>
> 'I love to cook, drive, shopping, high fashion... '
>
> 'It is necesary to understand humans behavior.'
>
> 'couch, couch, couch' schreien sie, aber c'mon, dann noch diese schwulen italienerfotos. der letzte dreck. wir wissen zwar aus der kulturgeschichte der couches was für wesen diese mexikanerinnen sind und was sie alles so auf spektral couches veranstalten, aber no,no,no. schick mir mal lieber die profile dieser litauerinnen. davon versprech ich mir einiges mehr."

beantwortet Mr. Flex gekonnt:



"naja, diese sätze deuten ja schon auf pervers-naives mädchenpack hin. kann man so oder so sehen, der schwanz wird seine eigene meinung darüber haben. das war natürlich wieder eine der ich von CS und 2 freunde die kein profil haben mail. kann also nur sagen: 3 möglichkeiten für einen abenteuerspielplatz für den penis auslassen oder wahrnehmen?

are you sure, dear schan?"


Mr. Schan ist sure und gibt grünes Licht und grünes Gift für Unternehmungen. Der Weibermob kommt zur Arbeitszeit und verschanzt sich im McDonald's um auf des Arus Eskorte in den Steindamm zu warten. Bereits von Hawaiianerinnen altbekannte Spielchen (ZOB statt Hbf, undeutliche Anrufe, wirre Aussagen) werden wiederholt und deuten an, daß der Abenteuerspielplatz zur Geisterbahn mutieren wird.
Beim Öffnen der Schließfächer fallen stapelweise Frauen-, Girl- und Modezeitschriften aus der Vorrichtung und statt meterhoher backpacks mit Schlafsäcken müssen Einkaufstüten (Lieblingsobjekt: Schuhe) über den Steindamm gezogen werden.
Der Aru tut sein Bestes und erhält sehr viel Eskes, in Form von Menschen, Dingen, Emotionen. Auf dem Weg von der Arbeit erreichen mich Anruf und sms von Ole, der unwissend mit den Freizeithuren allein im Steindamm gelassen wurde. "Es ist einfach nur ill." Ich tausche die Bücher gegen die Weinflaschen und mache mich mit den in der U-Bahnstation wartenden Hyänen auf zu Flex ins Mädchenzentrum. Ole verabschiedet mich mit den Worten: "Aru, in deinem Zimmer riecht's wie im Puff."
Man begutachtet deutsche Fahrscheinautomaten als stünde man vor dem Parfümregal und entscheidet sich für das Kinderticket. Der Aru versucht klarzumachen, daß nicht das Intelligenzalter, sondern die Zeit nach dem Würfeln durch das Muttertier entscheidend ist. Im Halbkreis um mich herumstehend fragen mich drei Lippenstiftgesichter warum mein Mitbewohner sie für Polinnen gehalten hat. Ich sage "Esk!" und flüchte fürs Erste in die Bahn.

Der Weg zu Flex nicht minder groß. Das mexikanische Mannsweib und das litauische Küken fangen an sich zu necken, lecken und husband/wife zu nennen. Nancy stelzt auf ihren Stöckelschuhen Richtung Medienzentrum und hält mir triumphierend ihr Schminkgesicht entgegen: "I'm the only normal person." Der Aru wendet konsterniert den Blick ab und wird dafür mit einem 'Batman'-Banner im Gesichtsfeld vor dem Audimax gestraft. Das Ganze im Tempo dreier konkurrierender Nacktschnecken, hinter mir dröhnt der Bariton: "A lady never rushes."

Der Streichelzoo trifft im Mädchenzentrum ein, Flecko geht zur Begrüßung raus und schickt den Todeskuss per sms: "Oha".
Das gemeinsame Loungen versäuft so im Sande, belanglose CS-Experiences füllen die Zeit zwischen den Atemzügen.


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Das Mannsweib holt ganz tief aus um die hohe Kunst der tiefen Schläge imposant vorführen zu können. "I sometimes rap. But I have a terrible voice."
Das sind nicht Nancy's Probleme. Immer wieder wird in die Hände geklatscht, ein Lächeln erheischt und "Party,Party" skandiert. Um den Drohungen Nachdruck zu verleihen wird wiederholt der Lippenstift herausgeholt, aufgerollt und angesetzt. Auf Hände klatschen antwortet Spektral mit Kopf schütteln und macht Pantomime zum bösen Spiel.


Image Hosted by ImageShack.us party addict

Nach dem Abspann des Pflichtprogramms vermögen Spektralmembers partyhungrige Rauschkatzen nicht länger im Zaum zu halten. Man legt die Schanze ans Herz und die Hündinnen an die Kette. Nancy wechselt ihre Stiefel und das Mannsweib tauft Flex' Baby Bike 'Lolita'.

In der Hamburger Szenehölle hat scheinbar der Teufel selbst Lunte gerochen und den Schwanz eingerollt. Die Bars stapeln ihre Stühle und scheinen kollektiv zu sagen "No pasarán". Schwer zu ertragen, so eine Abfuhr, für unsere Partymaus. Flex hält den Zeitpunkt für gekommen und erläutert: "Ich hab die ganze Woche nicht gewichst."

Man versichert sich, daß im Hier und Jetzt nichts mehr gehen dürfte außer der eigene Körper Richtung Heim. Der Aru starrt auf die sich erneut die Schuhe wechselnde Nancy und winkt das erstbeste Taxi heran. Mit den Chicken auf der Rückbank geht es durch die Hambuger Nacht. Beim Anfahren an der Ampel spürt der Aru den Pfeffi in der Flasche rumoren. Und was machen die Stuten? Scharren mit den Hufen. "Party, I want Party." Ich lenke die Konversation mit dem Taxifahrer vom Navigationssystem auf den Rücksitz und gebe die blinden Passagiere als meine Gäste aus. Bewundernd wird mir entgegengebracht: "Drei auf einmal? Eieiei. Dann brauchst du heute nacht keine Heizung mehr. Kannst du runterdrehen."
Scheine zücken, Kleingeld wechseln. Bevor ich die Tür zuwerfen kann kommt der Kavalier im Arbeitstier durch: "Wenn du heut nacht Hilfe brauchst, sag Bescheid."
Der Aru deckt den Mantel des Schweigens über den husband und seine wife und offeriert fancy Nancy die weitgereiste Isomatte als Schlafgemach. Als ob sie den Taxifahrer wörtlich verstehen konnte holt Nancy ihre Handschuhe aus der Tasche und läutet zur kollektiven Ruhe.


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Vom Winde verweht flattern dem Aru am nächsten Tag einsame Abschiedsbriefe beim Betreten der eigenen vier Wände entgegen. Um nicht den Verdacht zu erwecken, man hätte sich unauffällig davongestohlen wurden als Zeichen interkultureller Wertschätzung sämtliche Handtücher auf den gefluteten (Strafe Gottes?) Badboden gelegt, Regenschirme vergessen sowie Essensreste im Raum verteilt. Und Haare, überall Haare. Der Aru sieht sich erneut bestätigt in der Überzeugung, sich vorerst kein Weib zu halten und bestaunt die Apokalypse im Wasserglas.
Das Sahnehäubchen der Schadenfreude bleibt die Nachlektüre, Strafe muß sein.

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