was ein Steindamm in 48 Stunden so alles erleben kann ist schon bemerkenswert.
Freitag 21:30. Blaze & Strange klingeln an der Tür. Im Gepäck ein Spiegel, ein Kostüm und die Königskrone.
Das Blitzlicht des Fotoshootings erhellt den Steindamm und Beef zum Frühstück erhält das front cover, das ihm gebührt. Die Pornos im Hintergrund (Lakritzschnecken, Geschenk von 190bpm) untermalen in bewährter Spektralmanier das Ambiente. King Blaze wird dem später hinzugeeilten Couchmaster Flex erklären, es laufe grad visuelle Konzeptkunst namens "Schokoschnuten, oder so".
Fl schaltet sich per mobile phone dazu. Der Plan den Professor in der Jazzgalerie abzufangen wird fallengelassen und statt dessen die Suche nach einem Blaze Girl forciert.
"Flex, bring mal irgendne Fotze mit, wir brauchen noch ein Blaze Girl zum an die Leine legen."
Schlechte Nachrichten aus dem Harkortstieg. "Die Fotzen sind ausgestorben."
Entwicklungen nehmen ihren Lauf und zwingen die vier Mann Cru zur ultima ratio. Juraparty Audimax. Man will King Blaze davon überzeugen, im Königsgewand auf die Jagd nach Hurensöhnen und Hurentöchtern zu gehen. Der König dankt ab. Überredungen schlagen fehl. "Blaze, wir bauen dir auch ne Sänfte und tragen dich dahin." No way, für die Jagd wird die Blue Jeans in Marine angelegt und die Krone in der Sporttasche verpackt.
Die nächtliche Bahnfahrt sorgt bereits für Unbehagen und läßt im Aru Zweifel aufsteigen, ob die vier headz tatsächlich ihren Ekel überwinden und die Hurensohnparty entern. Zweifel berechtigt, eine millionenfach gewachsene und evolutionär berechtigte Emotion legt man nicht so schnell ab wie ein Königskostüm.
Dolle Ecke
Blaze und Flex passieren im Stechschritt das Festival der Wackness und flüchten sich ins Hafenklang. Strange und Aru können sich dafür nicht recht motivieren und ziehen die heimische Matratze vor.
An der Wohnungstür unliebsame Überraschungen. "Ich kann den Schlüssel nicht umdrehen."
Das Unerklärliche wird auch nach einer halben Stunder der Perplexion nicht fassbarer. Man schlendert konsterniert und zutiefst entsetzt über den Steindamm, die Hotels (Kieler Hof, Bremer Hof, Lübecker Hof) laden mit ihren 33 Euro für 6 Stunden Schlaf nicht gerade ein, Aru stottert im fünften Anlauf Flex' Nummer aus dem Gedächtnis zusammen und kündigt an, daß das Hafenklang diese Nacht doch noch prominenten Zuwachs erhalten sollte.
Nach einer Ladung Grassroots, Lootpack und Saxophon zum Anfassen Uhrenvergleich. Die Zeiger stehen auf Heimweg und SPE stolpert über feinen Bäckerduft morgens um 5.
"Besten Croissants in ganz Hamburg"
Flex steigt hinab in die Schatzkiste und kommt nach einer halben Stunde wieder mit einer Bierpalette frischer Croissants hervor. Des Arus Blase drückt und nötigt ihn zu proletenhaften Auftritten an jung gepflanzten Bäumchen und Blaze & Flex spielen Katz und Kater.
In der Buddhistenküche laufen Präparationen und die dampfenden Croissants wollen mehr getunkt und überlaufen als geschmiert werden.
"Er hat nicht gesagt, die besten Croissants aus ganz Altona, er hat gesagt aus ganz Hamburg."
von Raven
Blaze und Strange erleiden ihren Jetlag, da in Rinteln die Uhren anders zu gehen scheinen, und verabschieden sich fürs Erste. Auch für Flex rückt die Stunde der Wahrheit immer näher.
Die altbewährte Küchenrunde fördert Erstaunliches zu Tage. Das Philosphische KZ verschmerzt den Abgang von King Blaze ("Wir brauchen keine Wissenschaft, nur n dicken beat, der kracht") und Strange ("in da hood") und macht es sich bequem um acht Uhr morgens.
Das Abschaumpaar Sarah Connor und Diego eröffnet die Runde und wirft Fragen auf, die man am liebsten nicht beantworten möchte.
Was relativ harmlos beginnt ("Werder Bremen sinkt grade unglaublich herab in der Gunst der Menschheit") wird zum Spielfeld für Fouls und Faltentiere.
Psychopathia sexualis, oi oi oi. Freud im Cypher. Die Welt als Pimmel und Vorstellung.
Fl erwähnt seine ungefickte und unfaßbar dumme Mitbewohnerin (München), die sich gewissermaßen vor Unbefriedigung auf dem Boden wälzt und allem was Schwanz und Namen hat anbietet. "Wenn Frauen so wahnsinnig läufig sind, find ich das absolut ekelhaft. Wenn die so feucht sind, assoziier ich das irgendwie mit Blut. Da denk ich mir: Die blutet aus der Fotze."
Der zweite Teil der Confessiones ist nicht weniger ill und ganz im Sinne Jerry Tilitz' ("and the best is yet to come.").
Junge Adler und alte Kätzchen
Blaze, Strange und Aru bequemen sich nach dem Aufstehen am späten Nachmittag in die Bahn und versuchen in den des nachts noch verschlossenen Steindamm zu gelangen. Wie von Zauberhand paßt diesmal der Schlüssel und tut das, wofür er gezeugt wurde. Gedreht werden.
Oles Erklärung dafür, daß er nachts den Schlüssel stecken ließ und damit die Schwelle zur Tür unpassierbar machte: "Ich war komabreit."
Die Cru bringt das Mic in Stellung, Bernd das Brot wird durch den Remixwolf gedreht und gespittet wie nichts gutes.
"Alle Hände hoch"
Blaze Fire Rhymes zuviel für des Arus betagten Mixer. Der Mic-Eingang wird eingedrückt und Mastermind Aru versucht die Situation den Mcs zu erklären: "Die Fotze ist explodiert."
Der Rauch verzieht sich, Fassungslosigkeit füllt den Raum. Die beiden Rapper sind geschockt, die Schokoschnuten traurig.
Blaze tauscht das Mic gegen die Fußballschuhe und erliegt den Verlockungen der runden Pille.
Doch der Steindamm never sleeps und Flex füllt die Lücke der beiden Mic Crusher wenig später ehrenvoll aus. Durstige Mäuler entdecken in der Wüste Fläschchen bislang unbekannten Inhalts.
Zwei geschenkte Proseccoflaschen die einzige Wasserquelle im Land der heißen Triebe. In Anbetracht des Abendprogramms (Nazi-Propagandafilme aus den 40ern im Metropolis) ist für Flex die Sache klar: "Darauf kann man schon mal mit ner Flasche Prosecco anstoßen."
Die ersten Blubberblasen des eingeschenkten Pißwassers haben noch nicht die Oberfläche erreicht als der Aru einen flexischen Salto Mortale in der Küche vernehmen kann. "Eeeeeeeesssssskkk!!!!!"
"41-jährige brasilianische VIP-Flugbegleiterinnen wollen 'meine Couch' surfen."
"Orange Urlaub"
Der Aru überlegt sich ob Hurensohngesöff in Spektralgehirnen perverse Halluzinationen evozieren kann und begräbt sein Gesicht in den Händen. Wir lassen den Teufelsdrink stehen und stellen zur Beschwörung eine Flasche Pfeffi daneben.
Das Metropolis rollt den roten Teppich aus und gibt zu verstehen, daß der Steindamm jederzeit in der Lage ist ungeahnte Tiefen zu offenbaren. "Schon esk, daß diese ganzen Rentner aus ihrem Ohlsdorf auf den Steindamm fahren müssen um mal wieder Nazifilme kucken zu können." Der Aru vergißt wie immer in solchen Situationen Kugelschreiber und Diktiergerät: "Das wird Gehirnjogging." Flex Gedanken eilen der Gegenwart voraus und beschreiben das nahende Un-Heil. "Wenn die Uschi morgen um 11:00 fliegt, dann muß die um 8:oo aufstehen, wenn meine ganzen Mitbewohner zur Uni gehen. Das wird groß, dafür muß ich dann morgen mal um 8:00 aufstehen um mir das anzukucken."
Flexstradamus hat wiederholt aufmerksam sein Horoskop gelesen. "Egal was passiert, das beste ist, daß die morgen um 8:00 ausm Haus is."
Bizarre Cinema dann auf und vor der Leinwand. Vorbehaltsfilme erfordern eine erläuternde Einführung und eine anschließende Diskussion. Damals vierzehnjährige Hauptdarsteller reichen die Rhymez nach, die nicht mehr auf die Filmrolle gepaßt haben. "Im Bunker kriegt jeder Gefühle."
Große Kommentare zu "Junge Adler", einem propagandistischem Unterhaltungsfilm mit Belehrungsfunktion. "Ja, wenn die Lehrlinge die Produktion übernehmen, dann kann das ja nichts werden mit dem Endsieg." Word, Spe zeigt sich geburnt und erhält Anrufe vom Taxifahrer unserer VIP-Surferin.
Beim Verlassen des Wagens sieht man erst einen Stiefel auf dem Gehweg und dann lange nichts. Menschen begrüßen ihre Hosts und geben den Takt vor. "Hast du eine warme Couch? Enttäusch mich nicht..."
Der Prosecco steht nach wie vor auf dem Tisch, zeichnet die 101 als Showbar mit Varieté für Eskheiten aus und macht die Mäuler wäßrig. Menschen versuchen sich bereits beim Stiefelausziehen an "armenische Edelmenschen" zu schmeißen und halten sich verzweifelt an Flex' Koteletten fest. Nach kurzer Filmkritik zum neuen JamesBondFilm ("Nur noch BangBangBang, keine Technik, kein Sex") der Flugschlampe, die normalerweise Elton John und George Michael begleitet, werden Arme getätschelt, Haare gestreichelt und Bäuche abgetastet. Der Aru geht vorsichtshalber den Schwanz waschen und läßt Fl mit seinem Schocksal allein.
Mit dem Proseccoglas in der Hand wird ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit gehalten. Der Aru kann nicht viel mehr als esk ins Portugiesische übersetzen und sehnsüchtig auf die Pfeffiflache zu schielen.
Madame überwindet nach viel zureden die Fotze in der Bitch und genießt ihren ersten Peffi des Lebens.
Während der Toilettenpause wird hart gefeilscht auf dem Basar. Flex versucht mir seine Surferin unterzuschieben, der Aru lehnt dankend ab und wünscht Fl viel Kraft für die Nacht. "Was soll ich denn mit der machen? Die frißt mir doch den Schwanz auf."
Dem Aru reichen bereits Verabschiedungen, bei denen durchs Haar gefahren und über die Wangen geleckt wird. Als Gastgeschenk erhalte ich einen Vivil Tropenfruchtbonbon unter der Bedingung ihn nicht ins Billy Boy Kondom zu stecken.

Der Aru macht sich noch am nächsten Tag Sorgen und denkt beunruhigt an die konsumierten ILSA-Filme. Abends dann die Erlösung in Form flexonischer mails.
also erstmal soll ich von madame darauf hinweisen, dass ich "deinem freund erzähle, dass wir nicht miteinander geschlafen haben!". das ist aber nicht nur ihr wichtig, sondern auch mir. mehr kann mamacita II allerdings auch gar nicht an positivem mitnehmen aus der nacht, hat sie doch mit allen erdenklichen mitteln versucht fls hulky herauszukitzeln. wirklich esk. nachdem sie mir noch was zu essen gekauft hat wollte sie unbedingt noch wein trinken ("wo ist der wein?" - mehrmals). nachdem ich in der kurzen toilettenpause ihrerseits die chance ergriff und mich schlafend stellte, meinte sie mich aufwecken zu müssen um mir ihren fast nackten körper zu präsentieren. string tanga und knappes top. mehr war da nicht. schaute man sich so an ihrem körper hoch ging die reaktion von wohlwollen ja aber schnell über zu kotwollen. also einfach weggedreht. die letzten versuche dann bei lichtaus. "mir ist so kalt hier allein", "du hast aber ein großes bett, da kannst du bestimmt toll drin schlafen.", "ich habe angst im dunkeln und komme irgendwann rüber zu dir damit du mich aufs klo bringst.". folgedessen konnte ich kaum pennen, weil mich angstträume von antilopesken übergriffen verfolgten. alle 2 stunden war ich für ne stunde wach. glaube allerdings auch, dass der ekel-sekt daran nicht unschuldig ist.
heute früh dann betete ich zu gott, dass meine mitbewohner weg seien / sie nicht sehen würden. waren alle da, damn, gottverdamn it dachte ich. einer hat sie auch gesehen glaube ich, spannend bliebt natürlich wer. hab ihr dann den badbesuch verboten, schnell nen taxi gerufen und sie schleichend zur tür gebracht. draußen noch einen besito + "wir telefonieren" eingeheimst und weg war sie. alter war ich froh. alter hab ich mich geschämt. oh mann oh mann....
Die Gefahr scheint gebannt, der Schwanz in Sicherheit und die Dämonen in die Flucht geschlagen. Doch Vorsicht, Flex: Katzen haben bekanntlich sieben Leben...


















