zwei Tage Berlin ist wie zwei Jahre Heroin zum Frühstück - oder: "Das dritte Jahrtausend ist grade mal 8 Tage alt" (Adaptation Dr. Werner Lambert)

Wenn der Postmann zweimal klingelt
Mein Blick schweift durch die Küche und bleibt an der Packung Kirsch-Joghurt-Tee hängen. "War die nicht noch aus der Kiautschoustraße?"
Stichworte treffen mitten ins Herz. "Ich hab heute unsere Vermieter angerufen und mafiös auf den Anrufbeantworter gesprochen. 'Hallo, Müller. Sie wissen worum es geht. Kiautschoustraße. Kaution. Mehr brauch ich dazu nicht sagen. Meine Nummer ist 01741712319. Rufen Sie mich unverzüglich an.'"
Nachdem die Weinflaschen sortiert und der Pfeffi als Analgetikum für kommende Großereignisse zurückgelegt wurde, greift Dr.Werner tief in spektrale Schatzkisten und zückt etwas hervor, das Erotikmessen inklusive zugehöriger crowd in den Gliedschatten stellen sollte.
Das Dargebotene läßt sich nur schwerlich in menschliche Sprache übertragen. Spe zückt Fernbedienung + Camera und extrahiert Ikonographien der Eskheit.
Das Weib-der unerforschte Planet

Spermium und Ei
Die Geburt
Jeder Bauch mag wenn man ihn liebt
Jeder Po mag wenn man ihn liebtBeim investigativen Zappen

dann aber der schreckliche Verdacht, daß unschuldige Kinder sich nicht freiwillig perversen Spielen zur Triebbefriedigung infantiler Hippies hingegeben haben.

Spektral ist entsetzt, verwirrt und erbittet seine zweiköpfige Heiligkeit um Rat.


Der morgendliche Rundgang seiner Hoheit über die Prinzenallee am Tage der reitenden Leichen birgt Begegnungen mit Hinweisschildern und läßt einmal mehr zweifeln, ob die 21 Euro gut angelegt sind.
Tödliche EntscheidungUnterdessen wird der Aru auf subtile Art auf die kommende Fleischbeschau hingewiesen.

Bewaffnet mit einer Ladung jungfräulicher Hi-8-Kassetten die Ringbahn bestiegen und ein Memorandum für Tomasz' Schneidezahn abgehalten. Ich frage den in Casu Sexmessen bewanderten und auf diesem Gebiet promovierten Dr.Werner ob der Pfeffi ebenfalls ein gern gesehener Gast auf solchen Zusammenkünften ist wenn er aus der Jackentasche lugt. "Ach was, die werden einen ja nicht gleich am Eingang betatschen und an den Arsch fassen."
Die letzte Weiche ist gestellt und führt die headz am Deutschen Kongreß für Orthopädie und Unfallchirurgie vorbei an die Pforten zur Hölle.

Marcusbillion zückt die Kamera, der Aru zuckt mit den Schultern um letztlich ein paar picz im kollektiven Gedächtnis der Gesellschaft der Menschenfreunde zu verwahren. Erstbestes Motiv ist der Gummipuppen verkaufende Thomas G. Hornauer.



Der grüne Zaubertrank verliert angesichts der Gruselshow seine Wirkung.
Die Tränen trocknen, die Eindrücke bleiben.
Spätestens bei Young German Girls Dominate Male Slaves kann man nicht mehr als den Peitschen den Rücken zukehren um nach Friedrichshain aufzubrechen und Glückwünsche von Faber und Flex zu überbringen.

Bereits der Gang durchs Treppenhaus verrät: Hier muß ein Wichtel wohnen.
Wichtel begrüßt mich fast so freudig wie sein Ziehhund. Das gute Tier hört auf den Namen Nippler und benimmt sich dementsprechend. "Ich hab überlegt ob sein Körper irgendwelche Drogen produziert. Der is immer so drauf." Und der andere Hund? "Luna? Das ist das genaue Gegenteil, die Valiumvariante."
Luna, Wichtel, Nippler
Mir wird berichtet, daß eines Tages die Familie Wichmann nach Hause kam und die zerrissenen Windeln des Zöglings Len-Nikolai überall in der Wohnung verteilt vorfand. Die Hunde (d.h. Nippler, der Anstifter) hatten im Müll nach Essensresten gefahndet und dabei auf Grund ihrer Sozialisation als Assiwear-Maskottchen besonderen Gefallen an vollgekoteten Windeln gefunden. Nach getaner Arbeit seien sie dann auf den Balkon gezogen, um sich dort niederzulassen und bei Antreffen ihrer Herrchen zu ruhen. Zwischen ihnen die Schildkröte, der zwei Stücke ihres Körpers fehlten. "Wir dachten schon sie sei tot. Die ist wochenlang nicht aus ihrem Panzer gekommen, so traumatisiert war die."
Herr Wichmann von der GAS jedenfalls entsteigt jedweden Kampffahrzeugen und plant ein epochemachendes Werk in Buchform. Titel "Kundenservice in Deutschland". Auszüge gibt es probeweise vom Callcenteragenten h.c., der in Spanien für Philips den Kundendienst abwickelte während er in einem besetzten Haus dwellte, vor katalonischen Cops flüchtete und seine hochschwangere Freundin vor wilden Ratten beschützen musste. Ich verabrede mich mit Wichtel zur Frankfurter Buchmesse im nächsten Jahr und verlange zugleich ein Dokument der Spanienkalamitäten.
Mit solch einer Lunte in der Feder läßt sich noch nach Ladenschluß eine Pizza bestellen, ein Bier köpfen und Goldstaub in die Luft pusten, denn Berlin weiß:
Spektral: Kompetenz und Sicherheit, in Sachen Dopeness unerläßlich.










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