lange haben wir nicht mehr interferiert. Fadenscheinige Ausflüchte und Trägheitsmomente ließen dein Inneres leer und deine Leserschaft hungrig. Tropfende Wasserhähne, tropfende Fotzen, der Elevator in der 101 wurde schon vorsorglich ausgebaut.
Wenn es aber heißt, SPE goes Hollywood goes Südkurve goes Toulouse, kann der Penis nicht länger schweigen und spritzt Rohrschachkleckse auf deine Seiten.
Stars & Strips
F to da Bone kehrt mit einem Doppelpack Menschentum in den Steindamm, das er schon vorsorglich per sms ankündigte ("Uschi erzählt von ihrem armenischen Ex-freund, Macho, jeden Tag gefickt,und will von mir wissen, ob ich sie nicht an nen cuten boy verkuppeln kann.") und auf des Arus CouchSurfingCouch ablegt. Kahlier und Megan sind sowas wie Ernie und Bert und fungieren als amerikanische Botschafterinnen in der Taliban-Hochburg Steindamm.
Madame Le Popo ist Christin, unverheiratet und Halb-Jungfrau. Erst ein langjähriger Freund sei zu verzeichnen gewesen, der nun aber nicht mehr aktuell ist und nie weiter als bis zur Gürtellinie kam. Die junge Amerikanerin hat sich in einem Ex-Sträflingsprogramm engagiert und nahm das Prinzip der Resozialisierung augenscheinlich sehr ernst und wörtlich. Das Rektum jedenfalls wurde auf einem Festival von einem ehemaligen Insassen, der scheinbar lieber bei seiner Bewährungshelferin einsaß als auf elektrischen Stühlen, entweiht und stellt wohl sowas wie den Höhepunkt des Sexuallebens der frommen Lady dar. Der po-tentielle Erlöser spült den Mund mit Rotwein aus und verschluckt sich am Blut eines Poeten. "Dann stoße ich heut Nacht ja noch auf meine eigene Spinatrahmsoße."

Morgenlatte war gestern, heute zeigt der Penis Richtung Norden und der Aru macht sich auf den Weg zu einer Entschädigung für die vorherige Nacht. Weib beglückt, Mission geglückt.
Back in HH blinkt das Handy und Fl fasst die zwischenmenschlichen Aspekte des humanen Sexualverhaltens und die letzten Couch Surfing Nächte gleichermaßen zusammen:
"Eine Fotze zu streicheln ist wie einen Hund zu streicheln, nicht mehr und nicht weniger."
Alle gegen Rostock
Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte, diesmal als Hansa-Schal, der fliegenderweise FaxenFaber nach Hamburg befördert.
Des Nachts bei Matze wird sich auf den bevorstehenden Clash of Civilizations eingestimmt und deutlich gemacht, wie es den beiden hanseatischen Gladiatoren beim morgigen Arenenkampf ergehen wird: "Scheiße, Alter, morgen haben wir nur Feinde: Die Pauli-Fans, die Bullen - und die eigenen Fans."
Der Platz des Schauspiels für Fl, Aru, Matze und Faber dürfte die Fieberkurve sein, Worte wie Weihnachten und kleines Kind fallen in die Bierflasche und sorgen für ein feeling aus längst vergorenen Tagen.
Back im Harkortstieg des Lebens suchen Fl und Aru passenderweise erst die Pizza aus der Kühltruhe und dann die Surferinnen für Toulouse, garniert von ein paar Frauengeschichten der letzten Tage, versehen mit dem dazugehörigen theoretischen Überbau. Die Nacht wird um 5:30 für beendet erklärt und für den Aru heißt es ein paar Schlafstunden später zum Frühstück: professionelle Verkostung von Mango-Schoko-Keksen, der Aperitif für den Assikick.
Die letzten Vorbereitungen werden getroffen, der Tippschein in der Wettbar, der der Aru mindestens schon einen Flachbildschirm gesponsort hat, auf Pauli umgeschrieben und die U-Bahnstation Feldstraße anvisiert. Der Anblick der beiden in schwarz gehüllten Gestalten, die bereits seit Stunden mit ihrem Bier vorm Schanzenbäcker ausharren, allein ein Erlebnis wert. Matzes in der letzten Nacht groß angekündigter GoodNightWhitePride-Button ist auf die Größe eines Stecknadelkopfes geschrumpft, der ihm aus dem Herzen zu hängen scheint. Die beiden Herzhanseaten machen sich auf den Weg in den Gästeblock, Flex und ich in den Real-Markt auf der Suche nach Eß- und Trinkbaren. Die überdimensionierten Einkaufshallen bieten Reminiszenzen an Dawn of the Living Dead und Fl und ich überlegen die dritte Halbzeit zwischen die Kühltruhen zu verlagern.
Das Hamburger Wetter treibt die beiden Spektralheroes ins Café Oriental, wo wir einen Kakao to Go erst in unserem Geiste kreieren und dann bestellen. Mit Sahne. Auf dem Weg zurück zur Feldstraße überlegen wir die Kampflesben für den Endkampf zu mobilisieren.
In der Zwischenzeit ist der Hansa-Mob angekommen und demonstiert warum er mit etwas Phantasie die Form eines Gehirns erkennen läßt. Umringt von Wasserwerfern und Spezialeinheiten werden Flaschen geworfen und 20 Meter neben einer Tankstelle Raketen abgefeuert, die im eigenen Pulk landen. Die Stimmung scheint aufgeheizt genug um die Wasserwerfer zu aktivieren. Flex und Aru werfen ihre Kakaobecher in die dafür vorgesehenen Mülleimer und sehen sich in der Mordkurve Schwuchteln, die mir auf die Jacke aschen und Fotzen auf Penishöhe, die mir ins Ohr kreischen, gegenüber. Die Rauchbomben dürften Faber und Matze weniger Tränen in die Augen getrieben haben als das Game selbst; nach Abpfiff treiben Wasserwerfer und Menschenschränke in der Montur, die Spe fürs nächste Cover anlegen will, Aru und Flex zurück ins Cafe Oriental, wo man residiert um sich weder die Pfötchen noch die Samthandschuhe naß zu machen und den zweiten Kakao des Tages genießt.
Das blanke Ergebnis: 3:2. Die nackte Wahrheit:




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